Studierte 1866–69 am Konservatorium der GdM Flöte sowie Generalbass bei F. Zierer und Eduard Köhler, weitere Studien betrieb er bei M. Kässmayer, F. v. Suppè und J. v. Herbeck. Zunächst Flötist in verschiedenen Theaterorchestern, war W. 1875/76 Theaterkapellmeister in Iglau (Jihlava/CZ), 1877/78 in Marburg und 1878/79 in Bozen (Bolzano/I) sowie Meran. 1879/80 Militärkapellmeister beim IR Nr. 44 (sein Nachfolger war A. Czibulka). Danach ließ er sich in Marburg nieder, wo er als Gymnasial-Gesanglehrer, Domorganist und 1882–1915 als Chormeister des MGV.s wirkte. W. war auch Bundeschormeister des Steirischen Sängerbundes . Seine Kompositionen (v. a. seine Märsche und Männerchöre) zeigen einen volkstümlichen Einschlag.
P: Ehrensangwart des Marburger MGV.s 1907; Ehrenmitglied der Südbahnliedertafel Marburg, des Gesangvereins Cilli (Celje/SLO) und des Gesangvereins Mürzzuschlag/St.
W: ca. 300; Ouvertüren, Tänze, Märsche (Steirerbuam-Marsch), Männerchöre (Die Steirer, Waldkönig, Österreichs Eiche), Messen, Lieder, Liederspiele, Operetten (Marietta, Bramabasetto, Das Blümchen Wunderhold).
Lit: E. Brixel in Österr. Blasmusik 29/9 (1981) [Foto]; K. Gassareck in Festbll. zum 10. steirischen Sängerbundesfeste in Marburg 1908, H. 2 [Foto]; G. Wichart in StMw 39 (1988); Suppan 1994; F-A 1936; F. J. Ewens, Lex. des dt. Chorwesens 1954; V. Keldorfer in E. Bild, [Fs.] Der Niederösterr. Sängerbund 1863–1913, 1913; Kosch 5 (2004); E. Brixel/W. Suppan, Das große steirische Blasmusikbuch 1981; E. Rameis, Die österr. Militärmusik 1976 (erg. u. bearb. v. E. Brixel), 178; Brixel/Martin/Pils 1982, 336; C. F. Pohl, [Fs.] Die Ges. der Musikfreunde des österr. Kaiserstaates u. ihr Conservatorium 1871, 181; eigene Recherchen (Theateralmanache 1876ff).
ChF