Czibulka, WolfgangAlfons
* 14.5.1842 Kirchdrauf/Zips (ungar. Szepes Váralya; Spišské Podhradie/SK), † 27.10.1894 Wien. Kapellmeister und Komponist.

Schüler des Pressburger Domkapellmeisters Carl Frajmann von Kochlov; 1862 Dirigent an der Oper in Odessa/UA, wirkte dann als Musiklehrer und später als Kapellmeister in Wiener Neustadt (1864/65), Innsbruck, Triest/I und am Carltheater in Wien sowie bei verschiedenen IR.ern in Prag und Wien, zuletzt beim ungarischen Regiment Franz Ferdinand Nr. 19. Cz. veranstaltete seit den 1880er Jahren „Monsterkonzerte“ in der Rotunde im Wiener Prater. Erfolgreich war er auch als Komponist von Tanz- und Salonmusik (besonders mit der Stephanie-Gavotte op. 312), als Bearbeiter Beethovenscher Werke, ebenso mit seiner ersten Operette Pfingsten in Florenz (1884). C. zählte mit C. M. Ziehrer und K. Komzák zur „Trias“ in der Glanzzeit der österreichischen Militärmusik.

P: 1. Preis Internationale Musikkapellenkonkurrenz Brüssel 1880; Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone 1880.

W: 9 Singspiele bzw. Operetten; fast 400 Werke für Orchester (Tänze, Märsche, Salonmusik, Arrangements); Requiem.

Lit: F. Anzenberger, A. Cz. 2000 (mit WV); Czeike 1 (1992); NGroveD (1980); NGroveDO 1 (1992); G. Wichert in StMw 39 (1989); Brixel/Martin/Pils 1982; StMl 1962–66; Stieger IV/1 (1982); MGÖ 3 (1995).

UH/FA