Erhielt ab dem 6. Lebensjahr Klavier-, Violin- und Musiktheorieunterricht. Nach einer Ausbildung zum Volksschullehrer an der Wiener Lehrerbildungsanstalt unterrichtete er ab 1888 an Wiener Schulen, zuletzt Oberlehrer. Als Chormeister leitete St. u. a. den Wiener MGV „Arion“ (1895–99), den Gutenbergbund und ab 1895 die Meidlinger Liedertafel. Ab 1894 war er Mitglied des Wiener Männergesang-Vereins , dem er seinen Chor Liab’s Gschau (UA 11.11.1899) widmete. 1901 legte er die Staatsprüfung für Gesang ab und unterrichtete anschließend auch Gesang an der K. k. Staats-Oberrealschule in Wien XV.
W: Kirchenmusik, Chöre, Tänze, Märsche.
Schr: Berichte über die Reise des Wr. MGV.es nach Ägypten 1905.
Johann: * 6.12.1871 Wien, † 18.2.1939 Wien. Oboist. War Sängerknabe am Dom zu St. Stephan und 1881–85 in der Hofmusikkapelle Nach einem Oboenstudium am Konservatorium der GdM (1885–90) stand er an den Stadttheatern von Baden und Hamburg/D im Engagement. 1893–1926 war St. Mitglied der Wiener Philharmoniker , ab 1898 veranstaltete er große Volkskonzerte und Musikfeste im Dreher-Park (Wien XII).
P: Silberne Gesellschaftsmedaille 1890; K. u. k. Hofmusiker.
Lit: Deutschlands, Österreich-Ungarns u. der Schweiz Musiker in Wort u. Bild 1 (1909/10) [Foto A. St.]; Kosel 1902; F-A 1936; [Fs.] Wr. Philharmoniker 1842–1942, 1942, 123; Adametz 1943; O. Haberer, Chronik des Wr. MGV.es „Arion“ 1863–1903, 1903, 16; Th. Antonicek in StMw 29 (1978); WStLA (Lehmann-Adressbücher 1920–30; Meldearchiv); eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums).
ChF