Steinberg (-Frank),Alfred
* 6.5.1888 Wien, † 19.11.1953 Wien. Bankbeamter, Textdichter, Librettist.

Absolvierte das Gymnasium in Göttweig/NÖ, studierte einige Semester Maschinenbau und Philosophie und besuchte ein halbes Jahr eine Wiener Theaterschule. Bis 1924 war St. als Prokurist bei einer Bank tätig, danach lebte er als freier Schriftsteller in Wien. St. war Präsident der Gesellschaft zur Förderung der Wiener Volkskunst. Eng arbeitete er mit H. Strecker zusammen, seine Texte vertonten auch K. Föderl, E. Eysler, H. Lang, N. Dostal, R. Stolz und L. Gruber.

G: Ehrengrab der Stadt Wien (Zentralfriedhof); Gedenktafel am Sterbehaus (Wien VIII, Albertgasse 24) 1960; St.-F.-Weg (Wien XXII) 1987; St.-F.-Gasse (Perchtoldsdorf/NÖ).

P: Ehrenurkunde des Marktes Perchtoldsdorf; Ehrenmitglied des Vereins zur Erhaltung und Förderung des Hernalser Heimatmuseums.

W: Texte zu ca. 600 Wienerliedern (Liebes Wien, du Stadt der Lieder; Das war in Petersdorf [Perchtoldsdorf]; Da fangt der alte Stephansturm zum Plaudern an; Wien, Weib, Wein); Operettenlibretti (Das Kaiserliebchen 1930 [gem. m. E. Decsey u. Max Blau, M: E. Berté jun.]; Bojarenliebe 1932 [gem. m. Hans Borutzky, M: D. Dauber]; Märchen aus Wien 1937 [M: E. Berté jun.]).

Lit: Czeike 5 (1997); E. Gapp in Das Josefstädter Heimatmuseum 18 (1961); Ch. Mitterwenger/G. Gatscher-Riedl, Perchtoldsdorfer Straßenlex. 2004; Kosch 4 (1998); Personenlex. Öst. 2001; Hauenstein 1976; Stieger III/3 (1981); Slg. Moißl; WStLA (Biographische Slg.).

ChF