Berté, Familie
Heinrich (Harry): * 8.5.1857 Galgócz/H (Hlohovec/SK), † 23.8.1924 Perchtoldsdorf/NÖ. Komponist.

Wurde gemeinsam mit seinem Bruder Emil sen. (1855–1922), später Verleger, in Wien musikalisch ausgebildet (beide wurden hervorragende Pianisten). H. B. studierte am Wiener Konservatorium (u. a. bei J. Hellmesberger d. Ä, R. Fuchs, A. Bruckner) und hatte 1893 mit dem Ballett Die goldene Märchenwelt an der Wiener Hofoper ersten Erfolg. Nach einigen weniger erfolgreichen Operetten schrieb er 1916 das wegen seiner klischeehaften Darstellung von Leben und Werk Fr. Schuberts umstrittene, aber weltweit erfolgreiche, auch verfilmte Singspiel Das Dreimäderlhaus (T: A. M. Willner) überwiegend nach Melodien des Meisters und dem Roman Schwammerl von R. H. Bartsch. Sein Neffe

Emil jun.: * 6.12.1898 Wien, † 17.1.1968 Wien. Pianist und Komponist, Schüler von F. Schmidt, schrieb ebenfalls verschiedene Bühnenwerke, u. a. das Singspiel Der Musikus von Lichtenthal 1928 nach Schubert-Motiven.

W (H. B.): 14 Operetten und Singspiele (u. a. Bureau Malicorne 1887, Der neue Bürgermeister 1904, Die Wunderquelle und Der Glücksnarr 1908); Oper Die Schneeflocke 1896; 4 Ballette. – (E. B. jun.): Oper Rosa Maria; Operetten (Musik im Mai 1927, Das Kaiserliebchen 1930, Melodie aus Wien 1955); Walzer etc.

Lit: MGG 2 (1999); Czeike 1 (1992); NGroveD 3 (2001); Stieger II/1 (1977); MGÖ 3 (1995); SchubertL 1997.

UH