Studierte am Konservatorium der GdM in Wien (bei F. Löwe und R. Fuchs) und war dann als Kapellmeister tätig (Böhmen, Ungarn). Mit Freunden gründete er eine Liebhaberbühne, auf der er selbst verfasste Stücke aufführte. Obwohl G. zahlreiche Operetten und Märsche geschrieben hat, ist er doch als Wienerliedkomponist in die Musikgeschichte eingegangen; seine bekannteste Komposition ist Mei Muatterl war a Weanerin. G. gründete 1950 die Gesellschaft zur Hebung und Förderung der Wiener Volkskunst. Im Hernalser Heimatmuseum (Wien XVII) gibt es ein L. G.-Zimmer. Sein Vater war der Altwiener Volksdichter Anton G.
P: Prof.-Titel; Österreichischer Staatspreis für Komposition; Ehrenring der Stadt Wien; Ehrenmedaille der Stadt Wien; Körner-Medaille; Ehrenmitglied der AKM.
W: Operetten und komische Opern (Schmetterlingszauber, König Lustick, Geigenpeterl, Die Fiakermilli); über 2000 Wienerlieder und Tänze (Mei Muatterl war a Weanerin; Es wird a Wein sein; Wien, Weib, Wein; Die alte Uhr; Alpenlieder-Marsch; Mondwalzer; Auf der Mölkerbastei; Eine Wiener Melodie); Filmmusik.
Lit: Lang 1986; Czeike 2 (1993); Personenlex. Öst. 2001.
ETH