Als Stipendiatin studierte sie bei A. Jerger und Rudolf Grossmann (1901-1983), der 1950 ihr erster Mann wurde (in 2. Ehe war sie seit 1968 mit dem Journalisten Ernst Ludwig Gausmann verheiratet); Debüt 1949 in Innsbruck, 1950–52 in Saarbrücken/D, 1952–54 in München/D, bereits 1951 erstmals bei den Bayreuther Festspielen, ab 1953 gastierte sie weltweit an den großen Opernhäusern. Nach ihrem ersten Auftritt 1954 an der Wiener Staatsoper sang sie dort 1955–91 regelmäßig, bis 1996 (Bühnenabschied) auch bei den Salzburger Festspielen , 1959–96 an der Metropolitan Opera New York/USA. Sie zählte zu den bedeutendsten Sängerinnen des jugendlich-dramatischen Fachs ihrer Zeit. Zuletzt wechselte sie in das dramatische Mezzosopranfach. 1997 wurde sie zur Präsidentin des Vereins Wiener Festwochen gewählt.
G: Ehrengrab Zentralfriedhof Wien.
P: Kammersängerin 1956; Ehrenmitglied der Wr. Staatsoper; Silberne Rose der Wiener Philharmoniker , Ehrenring der Stadt Wien 1986; Bürgerin der Stadt Wien 1997.
Lit: P. Dusek/P. Schmid, L. R. 1990; Czeike 6 (2004); NGroveD 22 (2001); K-R 1997; DBEM 2003; I. Fabian, Gespräche mit L. R. 1989; E. Blyth in Opera 45 (1994); Personenlex. Öst. 2001; Riemann 1961 u. 1975; [Kat.] 100 Jahre Wr. Oper 1969, 220; MGÖ 3 (1995).
Lotte: * 18.3.1928 Wien. Sängerin (Sopran). Wurde ebenfalls von R. Grossmann ausgebildet, debütierte 1950 in Klagenfurt, sang 1951–53 in Freiburg im Breisgau/D und war 1955–87 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wurde im Soubretten- und lyrischen Fach, später zuzsätzlich in jugendlich-dramatischen Partien eingesetzt. Sie trat auch als Operetten- und Konzertsängerin in Erscheinung, gastierte ab 1955 an mehreren europäischen Opernhäusern und bei Festspielen.
P: Kammersängerin 1968.
Lit: Czeike 6 (2004); K-R 1997; Personenlex. Öst. 2001; Riemann 1961 u. 1975; MGÖ 3 (1995).
UH