Reiter, Familie
Albert: * 21.12.1905 Alt-Nagelberg/NÖ, † 24.2.1970 Waidhofen an der Thaya/NÖ. Musikpädagoge, Komponist.

Den ersten Musikunterricht erhielt er von seiner Mutter. Studium der Mathematik und darstellenden Geometrie an der Technischen Hsch. Wien sowie 1926–30 Komposition (bei J. Lechthaler und Fr. Schmidt) und Musiktheorie (bei V. Goller) an der Wiener MAkad.; Staatsprüfung aus Klavier (1929) und Lehrbefähigung für Volksschulen. Nach einer Anstellung als Lehrer (ab 1934) wurde er 1938 Leiter der neu gegründeten MSch. Waidhofen und nach Ablegung der Lehramtsprüfung 1941 Musiklehrer an der dortigen Hauptschule. Nach Kriegsgefangenschaft unterrichtete R. zuerst an der MSch. Mistelbach (bei seiner Schwägerin Grete Biedermann), 1948–67 wieder in Waidhofen, wo er auch die MSch. leitete (1956–61).

G: A. R.-Straße, Waidhofen a. d. Thaya.

P: Kulturpreis des Landes Niederösterreich 1960; Prof.-Titel 1963; Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Niederösterreich 1966.

W: Messen, Kantaten (Lieder des Tages); Werke f. Orch.; Kammermusik; Klavierstücke; Chöre (Der Jahresring), Lieder.

Schr: gem. m. G. Biedermann, Violinschule Fröhlicher Anfang 1966.

Lit: B. Jäger, A. R., Dipl.arb. Wien 1990 [mit WV]; Erhart 1998; MGÖ 3 (1995).

Seine Söhne

Hermann: * 31.8.1933 Waidhofen an der Thaya. Lehrer, Komponist, Chorleiter. Studierte Geschichte an der Univ. Wien (Mag. 1955) sowie Schulmusik und Musiktheorie an der MHsch. Wien. War zunächst Musiklehrer in Zwettl, ab 1957 in Waidhofen, wo er auch 1961 die Leitung der MSch. übernahm. Ab 1967 auch Leiter der MSch. Gmünd/NÖ (Ruhestand 1990). 1970 gründete er den Kammerchor A. R. 1974–91 Organisation der Raabser Schlosskonzerte. Bis 1991 war H. R. Leiter des Niederösterreichischen Musikschulwerks und der Lehrerausbildungskurse (Musikschulwesen).

P: Förderungspreis (1964) und Kulturpreis des Landes Niederösterreich 1976.

W: Werke f. Orch. (Intermezzo f. großes Orch. 1964; Violinkonzert 1980); Kammermusik (Streichquartette; Trio f. V., Hr. u. Kl.; Sonaten f. Vl. u. Hr.); Klavierstücke; Chöre, Lieder.

Lit: Goertz 1994 [mit WV]; Who is who in Öst. 1997; MGÖ 3 (1995).

Herwig: * 26.6.1941 Waidhofen an der Thaya. Musikpädagoge, Dirigent, Komponist. War Wiener Sängerknabe und studierte 1959–65 Musikpädagogik und Klavier an der Wiener MHsch. Gesangunterricht bei F. Großmann. 1963–70 Kapellmeister bei den Wiener Sängerknaben . 1964–80 war er Musiklehrer in Wien und verfasste Musiklehrbücher. 1975–2002 unterrichtete er an der Wiener MHsch./MUniv. (1985 o. Prof. für Dirigieren). 1983 gründete er den Kammerchor der MHsch. Wien (dzt. [2005]: WebernKammerchor), 1988 das Junge Orchester Wien und 1994 das Ensemble i.m.p.u.l.s.e.

P: Niederösterr. Landespreis für Verdienste auf dem Gebiet der Musikpädagogik 1988; Erwin Ortner-Preis zur Förderung der Chormusik 2001.

Schr: gem. m. P. Altmann: Hören und Gestalten 1–4; Musikstudio 1–2.

W: Messe 2004; Kantate Die wunderliche Musik T: Ingeborg Bachmann] 1998/99; Mizuo kudasai. Passacaglia f. Sopran u. Orch. 1996; Violoncellokonzert 1999–2001; Kammermusik; Lieder.

Lit: www.herwigreiter.com/ (11/2004).

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