Studierte an den Univ.en Krakau und Wien Medizin (1877 Dr. med.), weitere Studien in Paris, 1889–93 Primararzt in der Krankenanstalt Rudolfsstiftung, 1893 o. Prof. und Vorstand der II. med. Univ.-Klinik. N. war u. a. ärztlicher Berater von K. Franz Joseph; privat ein ausgezeichneter Pianist und Chopin-Interpret.
G: N.denkmal (Wien I, Univ., Arkadenhof); N.platz (Wien XV).
P: Hofrat 1896; Nobilitierung 1905.
Schr: medizinische Arbeiten.
Lit: Czeike 4 (1995); ÖBL 7 (1978); Slg. Moißl.
Paula Mark v. N. (Mark-N., N.-Mark): * 1.3.1869 Wien, † 2.2.1956 Bad Fischau. Sängerin (Sopran). Studierte am Wiener Konservatorium 1883–86 Klavier bei Wilhelm Schenner, 1886–90 Gesang bei Johannes Ress. 1890–93 am Leipziger Opernhaus; 1892 Gastspiel, 1893–97 Engagement an der Wiener Hofoper (sang 1892 die Nedda in der EA von Ruggiero Leoncavallos Bajazzo unter der Leitung des Komponisten); als Liedsängerin setzte sie sich besonders für H. Wolf ein (schrieb für sie die Partie der Frasquita im Corregidor); befreundet mit Joh. Strauß Sohn, S. Wagner und H. Richter. Sie gab nach ihrer Heirat 1897 (K-R fälschlich 1899) ihre Sängerkarriere auf, 1923–49 Prof. an der Wiener MAkad. (1928–31 auch an der Fachhochschule).
P: Kammersängerin; Ehrenmitglied des Wr. Schubertbundes und der Mozartgemeinde Wien; Prof.-Titel 1924.
Lit: K-R 1997, 2000; Kürschner 1954; Mitt. Archiv MUniv. Wien.
BB