Neusser, Ehepaar
Edmund (von): * 1.12.1852 Swoszowice bei Krakau/PL, † 30.7.1912 Bad Fischau/NÖ. Mediziner (Internist), Pianist.

Studierte an den Univ.en Krakau und Wien Medizin (1877 Dr. med.), weitere Studien in Paris, 1889–93 Primararzt in der Krankenanstalt Rudolfsstiftung, 1893 o. Prof. und Vorstand der II. med. Univ.-Klinik. N. war u. a. ärztlicher Berater von K. Franz Joseph; privat ein ausgezeichneter Pianist und Chopin-Interpret.

G: N.denkmal (Wien I, Univ., Arkadenhof); N.platz (Wien XV).

P: Hofrat 1896; Nobilitierung 1905.

Schr: medizinische Arbeiten.

Lit: Czeike 4 (1995); ÖBL 7 (1978); Slg. Moißl.

Paula Mark v. N. (Mark-N., N.-Mark): * 1.3.1869 Wien, † 2.2.1956 Bad Fischau. Sängerin (Sopran). Studierte am Wiener Konservatorium 1883–86 Klavier bei Wilhelm Schenner, 1886–90 Gesang bei Johannes Ress. 1890–93 am Leipziger Opernhaus; 1892 Gastspiel, 1893–97 Engagement an der Wiener Hofoper (sang 1892 die Nedda in der EA von Ruggiero Leoncavallos Bajazzo unter der Leitung des Komponisten); als Liedsängerin setzte sie sich besonders für H. Wolf ein (schrieb für sie die Partie der Frasquita im Corregidor); befreundet mit Joh. Strauß Sohn, S. Wagner und H. Richter. Sie gab nach ihrer Heirat 1897 (K-R fälschlich 1899) ihre Sängerkarriere auf, 1923–49 Prof. an der Wiener MAkad. (1928–31 auch an der Fachhochschule).

P: Kammersängerin; Ehrenmitglied des Wr. Schubertbundes und der Mozartgemeinde Wien; Prof.-Titel 1924.

Lit: K-R 1997, 2000; Kürschner 1954; Mitt. Archiv MUniv. Wien.

BB