Seit dem späten Mittelalter ist der Name M. in der schwäbischen Gegend v. a. westlich von Augsburg belegt; möglicherweise rührt er von einer Ortsbezeichnung her. Ein „Heinrich Motzhart“ ist 1331 als erster Namensträger nachweisbar, seit dem 15. Jh. wird der Name häufig und ist 1480 erstmals auch in Augsburg anzutreffen. Dort sind Namensträger in verschiedenen handwerklichen Berufen (z. B. Bäcker, Bleicherer, Schäffler), aber auch als Maler tätig. Auch die direkten Vorfahren L. M.s waren zunächst nicht in Augsburg selbst ansässig, der Name des kleinen Weilers Heimberg bei Aretsried, ebenfalls westlich von Augsburg, tritt zeitweilig als weitere Bezeichnung auf. Beginnend mit Hanns Motzhart (vor 1504–ca. 1563) aus Leitershofen ist die direkte Linie belegt. David M. d. Ä. (vor 1596–ca. 1625/26) siedelte dann von Leitershofen nach Pfersee über, unmittelbar bei Augsburg gelegen, und sein Sohn David M. d. J. (ca. 1620/22–85) zog schließlich 1635 in die Reichsstadt und erhielt 1643 das Bürgerrecht. (Selbst L. M. gab sein Augsburger Bürgerrecht, das ihm von Geburt aus zustand, vorerst nicht auf, trotz seines Umzugs nach Salzburg.) Der Sohn von David M. d. J., der Maurermeister Franz M. (1649–94) sollte der Großvater L. M.s werden. Franz’ erstgeborener Sohn Johann Georg M. (1679–1736) erlernte das Buchbinder-Handwerk und wurde zu einem angesehenen Vertreter seiner Zunft, mit guten Kontakten zur Augsburger Geistlichkeit, v. a. den Jesuiten. Er heiratete 1718 in zweiter Ehe die Augsburger Weberstochter Anna Maria Sulzer (1696–1766), und am 14.11.1719 wurde L. M. als erstes von neun Kindern geboren. Die Familie mietete 1721 bei den Jesuiten eine Wohnung, welche unmittelbar dem Seminar St. Joseph in der Jesuitengasse benachbart war und unweit des Gymnasiums St. Salvator lag; im Seminar St. Joseph waren Schüler des Gymnasiums und Lyceums St. Salvator untergebracht und erhielten dort u. a. eine musikalische Ausbildung. Auch L. wurde somit Schüler an St. Salvator in Augsburg. 1724–35 durchlief er das Curriculum der jesuitischen Schule, erst als „Principista“ in der Vorschule, seit 1727 als Gymnasiast. Der Unterricht war fast ausschließlich auf die sprachlich-humanistische Bildung, die „humaniora“, gerichtet, im Vordergrund standen Latein und Griechisch, erst in den oberen Klassen ergänzt durch Geschichte, Geographie, Kunstgeschichte, Mathematik und Religion. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Gymnasiums besuchte L. 1735/36 das angegliederte Lyceum mit Unterricht in „Dialectica“ (Logik) und „Physica“ (Naturphilosophie), das er aber vor Beendigung des regulär zweijährigen Ausbildungsganges abbrach, vielleicht bedingt durch den Tod seines Vaters 1736. Vermutlich wurden die Fundamente der musikalischen Bildung L. M.s im Augsburger Seminar St. Joseph gelegt. Seit 1726 unterrichtete dort der Präfekt Heinrich Sebastian Awerth, der als ausgezeichneter Violinspieler galt und L. unterwiesen haben dürfte. Auch eine Auseinandersetzung mit dem Gesang und dem Orgelspiel scheint sich im Rahmen des jesuitischen Seminars ergeben zu haben, denn L. fungierte als „discantist im Kloster St. Ulrich in Augsp:“ sowie in Hl. Kreuz, wo er „oben auf den Stiegen bey der Orgl“ (Briefe an seinen Sohn W. vom 13.10. bzw. 1.12.1777), und hat nach einem Brief W.s (11.10.1777) auch einige Fähigkeiten auf der Orgel besessen: „wo der Papa, / : daß war mir völlig neü :/ recht unvergleichlich auf der Orgel geschlagen hat“. Fortlaufend dokumentiert ist die Mitwirkung L.s bei den Schulspielen der Jesuiten, welche insbesondere zum Ende eines Schuljahrs, aber auch zu weiteren Anlässen stattfanden. Bereits im September 1724 war der noch nicht ganz Fünfjährige erstmals in Paulinus [oder] Der Apfel der Zwietracht in einer Nebenrolle aufgetreten und kam bei fast jährlicher Beteiligung bis zur Übernahme von tragenden Hauptrollen, zum letzten Mal 1735 in Cussero, zum Einsatz. 1737 übersiedelte L. zusammen mit seinem Mitschüler Jakob Wilhelm Benedikt Langenmantel nach Salzburg und inskribierte sich im November an der Univ. für Philosophie. Der Entschluss, in Salzburg zu studieren, mag auch mit dem im selben Jahr erfolgten Wechsel von Rupert Sembler von St. Ulrich und Afra in Augsburg an die Salzburger Benediktiner-Univ. zusammenhängen, bei dem L. dann bereits 1738 den Baccalaureus-Grad in Philosophie erwarb. Dass L. M. sich bereits damals mit dem Gedanken einer Musikerlaufbahn getragen hätte, ist nicht bezeugt, jedenfalls wurde er aber 1739 als Baccalaureus wegen mangelnden Besuchs der Lehrveranstaltungen von der Univ. relegiert und trat nun als Kammerdiener und Violinist in die Dienste des Grafen Johann Baptist v. Thurn-Valsassina und Taxis ein. Diesem widmete er das anscheinend damals einzige in Druck erschienene Werk, die Sonate sei per chiesa e da camera a tre (1740). 1743 wurde er als 4. Violinist in die Fürsterzbischöfliche Hofkapelle unter Erzb. Leopold Anton Eleutherius Freiherr v. Firmian (dessen Nachfolger waren Siegmund Christoph Graf v. Schrattenbach, H. Graf v. Colloredo) übernommen, ab 1747 mit fester Besoldung, wo er sich bis 1763 zum Vize-Kapellmeister hochdiente. Für den Titel Hofkomponist, wie L. M. in Friedrich Wilhelm Marpurgs (1718–95) Historisch Kritischen Beiträgen zur Aufnahme der Musik (3. Stück 1757) bezeichnet wird, findet sich kein archivalischer Beleg. Wahrscheinlich stammt die Bezeichnung von L. selbst, dem die Autorschaft des gesamten Artikels („Nachricht von dem gegenwärtigen Zustande der Musik Sr. Hochfürstlichen Gnaden des Erzbischoffes zu Salzburg“) zugeschrieben wird. 1747 heiratete er in Aigen/Sb die aus St. Gilgen/Sb gebürtige Tochter des salzburgischen Pflegskommissars Wolfgang Nikolaus Pertl, Anna Maria (1720–78).
In den kommenden Jahren (bis ca. 1763, dem Beginn der großen Reisen) entstand die Mehrzahl seiner Kompositionen. 1756 erschien L.s wichtigstes Werk, die Gründliche Violinschule, gedruckt in Augsburg bei seinem alten Freund Lotter. Sie machte L. als Lehrer dieses Instruments europaweit bekannt. Schließlich legte L. für die Unterrichtung seiner beiden Kinder ein eigenes Notenbuch an, worin v. a. leichte Sätze L.s sowie anderer zeitgenössischer Komponisten eingetragen wurden, das aber auch die ersten kompositorischen Versuche W.s enthält. 1768 erstellte er ein Verzeichnis der Werke W.s, um dem Vorwurf entgegenzutreten, die Kompositionen stammten nicht von seinem Sohn, sondern von ihm selbst.
Nachdem L. das Genie seiner beiden Kinder erkannt hatte, richtete er sein Leben, soweit es ging, auf deren Förderung aus, um „der Welt ein Wunder [zu] verkündigen, welches Gott in Salzburg hat lassen gebohren werden“. (Brief an Lorenz Hagenauer, 30.7.1768). Um W. und Nannerl als Wunderkinder zu präsentieren, sollten zahlreiche Reisen, anfangs von der ganzen Familie unternommen, die Jahre 1762–78 bestimmen: Zwei kürzeren Aufenthalten an den näher gelegenen Höfen in München (1762) und Wien (1763) folgte 1763–66 die längste Reise durch weitere Teile Europas, besonders England und Frankreich. Sie war von langer Hand geplant und wurde, obwohl erst im September beginnend, bereits im Mai des Jahres im „Augspurger Intelligenz-Zettel“ angekündigt. Nachdem Nannerl danach dem Wunderkind-Alter entwachsen war, L. nicht warten durfte, bis auch „der Wolfg: in die Jahre und denjenigen Wachsthum kommt, die seinen Verdiensten die Verwunderung entziehen“ (Brief an Hagenauer 11.5.1768), und es zudem galt, das immer mehr hervortretende Kompositionsgenie W.s im Ausland unter Beweis zu stellen und fortzubilden (z. B. Besuch bei Padre G. B. Martini), unternahm er im Folgenden allein mit W. drei Italien-Reisen (1769–73), der zuletzt wiederum kürzere Aufenthalte in Wien (1773) und München (1774/75) folgten.
Schwierigkeiten seitens seiner erzbischöflichen Dienstherren wegen zu langer Abwesenheiten von Salzburg hatte L. dabei bislang nur sporadisch zu fürchten gehabt; nun aber versagte ihm Erzb. Colloredo einen weiteren Urlaub für eine Paris-Reise, die L. für W. plante, da es Zeit wurde, dass dieser einen angemessenen Posten fände. L.s Gesuche wurden abgelehnt, er selbst entlassen, aber schließlich wieder eingestellt. Notgedrungen musste W. die Paris-Reise 1777–79 mit seiner Mutter antreten, die dann in Paris schwer erkrankte und am 3.7.1778 starb. Dass sie, im Friedhof St. Eustache beerdigt, in einer fremden Stadt ihre letzte Ruhe fand, verstärkte für L. diesen Schicksalsschlag noch. In seiner „GemüthsKrankheit“ (L. an W. am 3.8. und 3.9.1778) befiel ihn die Angst, am Ende auch W. in der Fremde zu verlieren, v. a. wenn dieser in Paris bliebe. Dazu im Gegensatz stehen die ersten Anzeichen einer Entfremdung zwischen Vater und Sohn. Sie scheinen in Briefen aus dieser Zeit auf und steigern sich bis zum Weggang W.s von Salzburg und seiner Heirat mit C. Weber 1781. Nunmehr war L. allein in Salzburg zurückgeblieben und fand seinen Halt außer im dortigen Freundeskreis v. a. in Nannerl, die sich nach Kräften um ihn sorgte. Außerdem nahm er Schüler als Kostgänger ins Haus, etwa 1781–84 den 13-jährigen Heinrich Marchand, Sohn des Münchner Theaterdirektors Theobald Marchand, dem er Violinunterricht erteilte und welcher schließlich 1786 selbst Mitglied der Salzburger Hofkapelle wurde. Um Nannerl besorgt, veranlasste L. sie gegen ihren Willen, 1784 in gesicherte Verhältnisse zu heiraten, wodurch sie allerdings Salzburg verlassen und nach St. Gilgen umziehen musste. 1785 kam L. gemeinsam mit Heinrich Marchand zu einem dreimonatigen Besuch bei W. nach Wien, wo er ihn zu dessen erfolgreichster Zeit antraf und anscheinend auch selbst manche Zweifel am eingeschlagenen Weg seines Sohnes verlor; J. Haydn sagte zu L.: „ihr Sohn ist der größte Componist, den ich von Person und den Nahmen nach kenne“ (Brief an Nannerl vom 16.2.1785), und L. selbst trat während seines Aufenthalts in dieselbe Freimaurer-Loge ein wie W. kurz zuvor. Die Rückkehr nach Salzburg führte L. aber wieder in die gewohnten einsamen Verhältnisse ohne größere gesellschaftliche Unterhaltung. Im Februar 1787 unternahm er eine letzte Reise nach München, wo er bei der Familie Marchand wohnte. Kurz nach seiner Rückkehr erkrankte er Mitte März, wurde von Nannerl gepflegt und starb am 28.5.1787 „an der Auszehr“ (nach dem Salzburger Intelligenzblatt) bzw. „Milzverstopfung“ (nach seinem Arzt Dr. Joseph von Barisani, einem Freund der Familie, der ebenfalls noch im selben Jahr starb). L. wurde auf dem Friedhof St. Sebastian in Salzburg beigesetzt, sein Nachlass zum großen Teil öffentlich versteigert. Wir dürfen vermuten, dass für W. in den kurz danach entstandenen Kompositionen (Musikalischer Spaß KV 522, Kleine Nachtmusik KV 525) eine Erinnerung an seine Salzburger Zeit mit L. lebendig wurde.
W: ca. 250 Werke (nur z. T. erhalten). – Bei Marpurg sind bis 1757 verzeichnet: zahlreiche Kirchen- und Kammermusikwerke, „eine grosse Anzahl von Synfonien theils nur à 4. theils aber mit allen nur immer gewöhnlichen Instrumenten“, über 30 Serenaden (mit versch. Soloinstrumenten, nur eine erhalten), Solokonzerte f. versch. Instrumente (Traversfl., Fg., Ob., Trp., Waldhr.), 12 Oratorien, eine Anzahl von „theatralischen Sachen“, Pantomimen, „gewisse Gelegenheits-Musiken“ (z. B. eine Soldatenmusik, eine türkische Musik, eine Musik mit stählernem Clavier und „eine Schlittenfahrtmusik mit fünf Schlittengeläuth“), unzählige Trios und Divertimenti f. versch. Besetzungen, sog. Nachtstücke (Notturno).
Schr: Gründliche Violinschule 1756 (21770, 31787, 41800; Übersetzungen ins Holländische 1766, Französische 1770 u. Russische 1804; mehrere Faks.-Ausg.n).
Lit: E. F. Schmid, Ein schwäbisches M.buch 1948; Hintermaier 1972; Führer durch die M. Gedenkstätte, bearb. v. J. Mančal, hg. v. Stadtarchiv Augsburg [o. J.].
Seine Tochter Maria Anna Walburga Ignatia, gen. Nannerl: * 30./31.7.1751 Salzburg, † 29.10.1829 Salzburg. Musikerin, Klavierlehrerin. Das zweite Kind von L. und Maria Anna M. wurde vom Vater unterrichtet, der für sie 1759 ein Notenbuch mit Gebrauchsstücken anlegte, und erlernte das Klavierspiel mit so großem Erfolg, dass dieser, nachdem er auch W.s Talent entdeckt hatte, mit beiden Kindern europaweit auf Reisen ging, um sie – wie zur damaligen Zeit populär – als Wunderkinder zu präsentieren. Bis 1768 nahm Nannerl an insgesamt vier Reisen, u. a. nach München, Wien und Städten in England, Frankreich und Holland teil. 1764 nennt L. sie „eine der geschicktesten Spielerinnen in Europa“. Es ist anzunehmen, dass W., der ihr Klavierspiel ausdrücklich lobt, seine frühen vierhändigen Klavierwerke mit ihr zusammen gespielt hat, und auch in den späteren Jahren erhielt sie regelmäßig Klavierkompositionen W.s zum eigenen Studium. Anders als W. scheint Nannerl jedoch keine weiteren Instrumente gespielt zu haben. Ein Aquarell von Louis Carrogis de Carmontelle vom Besuch der M.s in Paris 1763 zeigt L. als Violinisten, W. am Klavier und Nannerl als Sängerin. Auf den Gesang als zweite musikalische Betätigung neben dem Klavier deuten auch Liedkompositionen, für die sie W. in Briefen vom 19.5. und 7.7.1770 lobte. Dessen gleichzeitige Ermutigung, „öfter solche Sachen zu machen“, zeigt allerdings, dass das Komponieren für Nannerl nicht zur alltäglichen Beschäftigung gehörte. Authentisch belegt, z. B. in einem Brief W.s vom 12.12.1772 sowie in ihren Aufzeichnungen für den Schlichtegroll’schen Nekrolog 1792, ist ihre Tätigkeit als Klavierlehrerin. Nach dem Tod der Mutter 1778 kümmerte sich Nannerl um den Haushalt in Salzburg und wurde dem Vater zur entscheidenden Stütze. Zu einer Hochzeit mit ihrer großen Liebe Franz Diepold, dem Hofmeister der Edelknaben, kam es trotz des Zuredens von W., der sie in einem Brief vom 19.7.1781 ermunterte, mit Diepold nach Wien zu kommen, wo sie mit privaten Akademien und Unterricht sichere Einnahmen hätte, nicht, da L. wohl aus finanziellen Erwägungen gegen die Verbindung eintrat. Am 21.8.1784 heiratete sie Johann Baptist Berchtold zu Sonnenburg (1736–1801), den hochfürstlichen Rat und Gerichtspfleger von St. Gilgen, wohin sie auch übersiedelte. Für diesen war es bereits die dritte Ehe, in die er fünf Kinder mitbrachte. Mit Nannerl hatte er dann noch drei weitere Kinder, von denen nur der erstgeborene Sohn Leopold Alois Pantaleon (1785–1840; er wurde Kammerkontrolleur in Innsbruck) das Erwachsenenalter erreichte (die beiden anderen: Johanna [1789–1805] und Maria Babette [1790–91]). Trotz ihrer Abwesenheit von Salzburg ließ Nannerl ihren Vater, mit dem sie ein inniges Verhältnis verband, nicht im Stich: Aus der Zeit bis zu L.s Tod 1787 hat sich (in den Briefen L.s) ein reger Briefwechsel erhalten, und Nannerl gab ihren Sohn Leopold Alois Pantaleon nach Salzburg zu ihrem Vater in Pflege. 1792 lieferte sie für Schlichtegrolls Nekrolog Informationen zu ihrem Bruder W., wobei sie auch den alten Familienfreund A. Schachtner mit zu Rate zog, der W. von Kindheit an gekannt hatte. Nach dem Tod ihres Mannes 1801 kehrte sie nach Salzburg zurück. Am 20.10.1823 verfasste sie ihr Testament, mit dem Wunsch, im Grab ihres Vaters auf dem Friedhof St. Sebastian in Salzburg bestattet zu werden; Erbe ihres Nachlasses sollte ihr Sohn Leopold werden; die Briefe L.s und W.s, welche sie vom Vater erhalten hatte, vermachte sie C., mit der sie bis zu deren Umzug nach Salzburg 1820 allerdings keinen Kontakt gepflegt hatte. (Aus einem Schreiben von J. Sonnleithner 1819 geht hervor, dass Nannerl seit dem Tod ihres Mannes keinen Brief von C. mehr erhalten hatte, auch nichts über die beiden Neffen wisse und von der Wiederverheiratung C.s nur durch Fremde erfahren habe.) 1825 erblindete Nannerl 74-jährig. Als C. 1826 ihren verstorbenen Ehemann G. N. Nissen im Grab L.s bestatten ließ, änderte Nannerl ihr Testament und wünschte ihre Bestattung in St. Peter. Wie C. erhielt sie 1829, kurz vor ihrem Tod, Besuch von Mary und Vincent Novello. Auch F. X. W., zu dieser Zeit ebenfalls in Salzburg, besuchte sie, wie bereits 1821. Nach Nannerls Tod brachten die Salzburger Zeitungen keinen Nachruf, eine Gedenkfeier wurde lediglich von V. Novello abgehalten.
Lit: W. Hummel (Hg.), Nannerl M.s Tagebuchblätter 1958; W. Hummel, Nannerl. Wolfgang Amadeus M.s Schwester 1952, 21954; E. Rieger, Nannerl M. 1990.
Sein Sohn Wolfgang Amadeus (eig. Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus): * 27.1.1756 Salzburg, † 5.12.1791 Wien. Komponist, Pianist. Im jüngsten Kind von L. und Anna Maria M. offenbarte sich schon von frühester Kindheit an eine überragende musikalische Begabung. Vom Vater unterrichtet, erlernte bereits der Vierjährige das Klavierspiel, mit sechs Jahren hatte er sich auch die Grundlagen des Violinspiels abgeschaut und kam daneben wie selbstverständlich zum Orgelspiel und Gesang. Vom Fünfjährigen sind kleine Klavierstücke als erste Kompositionen überliefert, und für den gerade Sechsjährigen begann 1762 eine Zeit zahlreicher „Wunder¬kind“-Reisen von Salzburg aus durch weite Teile Westeuropas: Zwei kürzere Aufenthalte an den Höfen in München bzw. Wien machten den Anfang, bevor die Familie M. im Juni 1763 zu einer dreijährigen Reise nach Frankreich, England und den Niederlanden aufbrach. In England war die Begegnung mit J. Ch. Bach für W. von großer Bedeutung. Nach der Rückkehr im November 1766 brach man bereits im September 1767 wiederum nach Wien auf. Dieser Aufenthalt brachte W. seinen ersten Opernauftrag ein, La finta semplice, deren Aufführung in Wien jedoch an Intrigen scheiterte. Um Betrugs-Vorwürfen entgegenzutreten, legte L. damals (1768) eigens eine Werkliste seines Sohnes an, die 46 Nummern enthält. Nach einem knappen Jahr in Salzburg, an dessen Ende W. zum 3. Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle ernannt wurde, machten sich L. und er dann zu einer fast anderthalbjährigen Italien-Reise auf, die sie von Mitte Dezember 1769 bis Ende März 1771 über Hauptstationen in Mailand, Bologna und Rom bis nach Neapel führte. In Mailand erhielt W. den Auftrag für Mitridate re di Ponto als Karnevals-Oper 1770/71. In Rom wurde er am 5.7.1770 von Papst Clemens XIV. zum Ritter vom Goldenen Sporn ernannt. Bei P. Martini in Bologna erhielt er Unterricht im Kontrapunkt und wurde am 10.10.1770 nach einer Probearbeit in die Accademia filarmonica aufgenommen. Kaum wieder in Salzburg, brachten Opernaufträge, die W. im Zuge seiner Italien-Reise bekommen hatte, L. und ihn noch zwei weitere Male nach Mailand: Zunächst Ende 1771, um Ascanio in Alba, als Festoper anlässlich der für das Haus Habsburg politisch wichtigen Vermählung zwischen Erzhzg. Ferdinand und Prinzessin Maria Beatrice Ricciarda v. Modena zur Aufführung zu bringen; dann von Oktober 1772 bis Mitte März 1773, wo er mit Lucio Silla erneut eine Karnevalsoper für Mailand lieferte. Noch im Sommer 1773 schloss sich ein weiterer Wien-Aufenthalt an. In den folgenden Jahren nahm die Reisetätigkeit dann ab. Lediglich für La finta giardiniera, deren Auftrag W. aus München erhalten hatte, hielten sich L. und er von Dezember 1774 bis zum März 1775 dort auf. Als L. 1777 dann aber erneut eine Reise, diesmal nach Paris plante, da es für den nunmehr 21-jährigen W. endgültig an der Zeit war, eine geeignete Position zu finden, kam es zur Auseinandersetzung mit dem seit 1772 amtierenden Salzburger Fürsterzb. H. Graf v. Colloredo. Er lehnte die Urlaubsgesuche ab und entließ L. und W., woraufhin dieser im September 1777 in Begleitung seiner Mutter aufbrach, während L. in Salzburg zurückblieb und wieder in Dienst genommen wurde. Die Reise verlief insgesamt glücklos. Unterwegs in München und Mannheim unternommene Bemühungen um eine Anstellung blieben ohne Erfolg und in Paris erkrankte Anna Maria M. und starb. Eine in Versailles angebotene Organistenstelle lehnte W. ab. Als er Mitte Januar 1779 aus dem verhassten Frankreich nach Salzburg zurückkehrte, konnte L. für ihn die Wiedereinstellung als Hoforganist mit fester Besoldung erwirken. In München allerdings musste W. in bester Erinnerung geblieben sein, denn 1780 erhielt er von dort einen erneuten Opernauftrag: Idomeneo, als Karnevalsoper 1780/81, sollte für ihn der entscheidende Entwicklungsschritt in der musikalischen Operndramaturgie werden. Ab November 1780 hielt sich W. zur Komposition und Einstudierung in München auf, wo das Werk unter „besonders glücklichen Umständen“ entstand. Somit mochte er auch die Hoffnung auf eine Anstellung dort am wenigsten aufgeben und leistete nur unwillig am 12.3.1781 der Order des Fürsterzb.s Folge, von München aus nach Wien aufzubrechen, wo sich dieser zur Zeit mit einem Teil seines Hofes aufhielt. Dass W. aber gerade nun seine schon länger gehegte Absicht, das unlieb gewordene Salzburg zu verlassen, umsetzte und am 9.5.1781, als der Salzburger Hof die Rückreise antrat, einfach seinen Dienst quittierte und in Wien blieb, dürfte entscheidend an der Bindung zu Constanze Weber gelegen haben; bei der Familie Weber fand er denn auch seine erste eigene Unterkunft in Wien. Seine wirtschaftliche Existenz gründete W. nun auf das Unterrichten von Schülern (für die er auch komponierte) und eigene Konzerttätigkeit. Ende 1781 galt er als der beste Pianist in Wien und ging im Wettstreit mit M. Clementi, vor K. Joseph II., als Sieger hervor (Wettbewerbe). Zuvor bereits hatte er Ende Juli gleich einen ersten Opernauftrag erhalten: Die Entführung aus dem Serail für das von Joseph II. neu gegründete deutsche Nationalsingspiel. Nach Verschiebungen gelangte das Werk im Sommer 1782 zur Aufführung und wurde zum durchschlagenden Erfolg. Zunehmend erschienen nun auch M.’sche Werke in Wiener Verlagen. Kurz nach der Premiere der Entführung heirateten W. und C., reisten aber erst 1783 zum Antrittsbesuch bei L. nach Salzburg. Als dieser dann 1785 W. in Wien einen Gegenbesuch abstattete, konnte er ihn während seiner erfolgreichsten Zeit, die seit Ende 1783 anhielt, erleben: Getragen vom Triumph seiner Akademien, für die er zwischen Februar 1784 und Dezember 1786 ein Dutzend Klavierkonzerte komponierte, war W. im Herbst 1784 in seine feudalste Wiener Wohnung im sog. „Camesina-Haus“ gezogen; er führte einen großzügigen Haushalt, hatte gerade eben die „Haydn-Quartette“ komponiert und nahm später 1786–88 den jungen J. N. Hummel als Schüler zu sich. Zudem war er Ende 1784 Freimaurer geworden und lieferte auch für die Loge Kompositionen. Im Spätsommer 1785 dürfte er dann den Auftrag zu Le nozze di Figaro erhalten haben, die erste der drei Opern in Zusammenarbeit mit dem Hof-Librettisten L. Da Ponte. Sie ging am 1.5.1786 in Szene, und der Erfolg in Wien war groß. Noch bedeutender allerdings sollte derjenige im Januar 1787 in Prag werden, wo W. sein Werk dirigierte. Als unmittelbare Folge bekam er hier den Auftrag zu Don Giovanni, ebenfalls in Zusammenwirkung mit da Ponte. Die UA im National-Theater in Prag fand am 29.10.1787 mit „lautesten beyfall“ statt, der Erfolg anschließend in Wien war anscheinend jedoch nur mäßig. Ebenfalls 1787 wurde W. vom Kaiser zum „Kammermusikus“ ernannt. Obwohl ihm hierdurch ein Grundeinkommen gesichert war, zeichneten sich seit 1788 wirtschaftliche Schwierigkeiten ab, die in mehreren Briefen 1788–90 an seinen Freund und Logenbruder Michael Puchberg dokumentiert sind. Spielschulden als Grund hierfür wurden ebenso diskutiert wie ein Abflauen des Konzertlebens in Wien auf Grund des Türkenkriegs oder die Kosten, welche eine Erkrankung C.s verursachte. Zumal seit dem Tod L.s am 28.5.1787 fehlen mit den Briefen die zentralen biographischen Quellen, und die übrigen Dokumente, am wichtigsten hierunter das 1784 begonnene eigenhändige Verzeichnüß aller meiner Werke, bieten einen zu fragmentarischen Einblick. 1788 entstanden die letzten drei großen Orchester-Sinfonien, daneben bearbeitete W. 1788–90 für Baron G. v. Swieten, der ihm bereits 1782 die Kenntnis vieler Werke J. S. Bachs und G. F. Händels verschafft hatte, vier Werke von Händel, darunter den Messias. Im Frühsommer 1789 unternahm Wolfgang eine Konzertreise nach Leipzig/D – dort spielte er auf der Bach-Orgel der Thomaskirche und erhielt eine Partitur der Bach-Motette Singet dem Herrn ein neues Lied! – sowie Dresden/D und Berlin, möglicherweise um hierdurch Einnahmen zu erzielen. Im Winter 1789/90 entstand dann als dritte und letzte Oper in Zusammenarbeit mit da Ponte Così fan tutte. Sie wurde erstmals am 26.1.1790 gegeben und war gut besucht, wurde jedoch wegen des Tods Josephs II. am 20.2.1790 nach fünf Vorstellungen abgesetzt. Ein finanzielles Fiasko wurde W.s Reise nach Frankfurt a. M./D anlässlich der Krönung des neuen Kaisers, Leopolds II., im September 1789, wo seine Konzerte in keinerlei Hinsicht den erwarteten Erfolg einbrachten. Erst 1791 scheint sich eine Verbesserung der Situation ergeben zu haben: Im April erhielt W. das Kapellmeisteramt an St. Stephan in Aussicht gestellt und seit etwa der Jahresmitte häuften sich die Aufträge: Für E. Schikaneders Freihaustheater komponierte er die Zauberflöte, die sich als großer Publikumserfolg erwies, und für die Prager Krönungsfeierlichkeiten Leopolds II. als böhmischer König lieferte er La Clemenza di Tito. Mitte September 1791 kehrte W. von Prag nach Wien zurück. Zur Einweihung des neuen „Tempels“ seiner Loge am 18.11. komponierte er noch die Kleine Freimaurer-Kantate, die er auch selbst dirigierte und sein letztes vollendetes Werk werden sollte. Dann erkrankte er Mitte November und war nicht mehr in der Lage, eine von Graf Franz Walsegg-Stuppach beauftragte Requiem-Vertonung abzuschließen. Er starb an „hitzigem Friesel Fieber“, was später als „Rheumatisches Entzündungsfieber“ diagnostiziert und mit Krankheitssymptomen, die er über Jahre hatte, in Zusammenhang gebracht wurde. Er wurde auf dem Friedhof St. Marx (Wien III) beerdigt.
W (mit Fragmenten, Incipits, verschollenen Werken etc., nach Köchel 71965): Messen und Requiem (19); Litaneien und Vespern (8); Kleinere Kirchenwerke (36); Oratorien, geistliche Singspiele und Kantaten (10); Opern und Singspiele (20); Musik zu Schauspielen, Pantomimen und Balletten (8); Szenen, Arien und Chöre mit Orch. (64); Lieder mit Kl., Mandoline oder Org. (38); Mehrstimmige Gesänge (13); Kanons (31); Sinfonien (60); Cassationen, Serenaden, Divertimenti und Einzelstücke f. Streich- und Blasinstrumente (23); Märsche f. Orch. (14); Tänze f. Orch. (oder f. Kl.) (47); Konzerte f. ein oder mehrere Soloinstrumente (ohne Klavierkonzerte) (32); Konzerte f. ein oder mehrere Klaviere (43); Kirchensonaten (18); Divertimenti, Serenaden und Einzelstücke f. Blasinstrumente allein (23); Divertimenti und Einzelstücke f. Streichinstrumente allein (6); Streich-Quintette und Quintette mit Blasinstrumenten (19); Streich-Quartette und Quartette mit Blasinstrumenten (41); Trio und Duo f. Streich- und Blasinstrumente (13); Quintette, Quartette und Trio mit Klavier und mit Glasharmonika (19); Sonaten und Variationen f. Kl. u. V. (oder Fl. oder Vc.) (45); Werke f. zwei Klaviere u. f. Kl. zu vier Händen (13); Sonaten, Fantasien und Rondi f. Kl. (38); Variationen f. Kl. (16); Einzelstücke f. Kl., Glasharmonika oder Orgelwalze (49); Diversa (18). – Ausg.: W. A. M. Neue Ausg. sämtlicher Werke, hg. v. D. Berke et al. 1955ff.
Lit: W. A. Bauer et al. (Hg.), M. Briefe und Aufzeichnungen, 7 Bde. 1962–75; O. E. Deutsch, Mozart Dokumente 1961 (Nachträge: J. H. Eibl 1978 u. C. Eisen 1991/97); F. X. Niemetschek, Leben des k.k. Kapellmeisters Wolfgang Gottlieb M. nach Originalquellen beschrieben 1798, 21808; G. N. v. Nissen, Biographie W. A. M.s 1828 (ND 1964 u. 1972); O. Jahn, W. A. M. 1856 (mehrere Aufl.n); H. Abert, W. A. M. 1919–21; A. Einstein, M. 1947 (rev. Ausg. 1967); E. Schenk, M. 1955, 21975; M. H. Schmid, M. und die Salzburger Tradition 1976; V. Braunbehrens, M. in Wien 1986; G. Gruber, M. und die Nachwelt 1985; U. Konrad, M.s Schaffensweise 1992; NGroveD 17 (2001); www.nma.at (5/2004, mit weiteren Materialien u. Informationen).
Dessen Frau Constanze (Caecilia Josepha Johanna Aloisia): * 5.1.1762 Zell im Wiesental/D, † 6.3.1842 Salzburg. Viertes der sieben Kinder von (Franz) Fridolin Weber (1733–79) und Maria Cäcilia, geb. Stamm (1727–93), Cousine von C. M. v. Weber. Auf seiner zweiten Paris-Reise lernte W. A. M. während seines Mannheimer Aufenthalts (30.10.1777–14.3.1778) erstmals die Familie von F. Weber kennen, der seit 1763 Bassist, Soufleur und Notenkopist des Mannheimer Hoftheaters war. W. verliebte sich dort in Aloisia Weber (A. Lange), eine ältere Schwester der damals gerade 16-jährigen C., die ihn jedoch zurückwies. Noch 1778 übersiedelte die Familie Weber mit dem Mannheimer Hof zunächst nach München, wo W. um den Jahreswechsel 1778/79 für einen knappen Monat bei ihr wohnte, und schließlich im September 1779 nach Wien, da Aloisia dorthin an das von Joseph II. neu gegründete deutschsprachige Nationaltheater (Burgtheater) berufen wurde. F. Weber starb bereits am 23.10.1779 in Wien. Als M. im Mai 1781 nicht wieder von Wien nach Salzburg zurückkehrte, bezog er unmittelbar bei der Familie Weber in Wien Quartier und verliebte sich in C., die er am 4.8.1782 gegen den Willen seines Vaters im Stephansdom heiratete. In einem Brief vom 15.12.1781 an L. schilderte W. seine zukünftige Frau: „sie ist nicht hässlich, aber auch nichts weniger als schön. – ihre ganze schönheit besteht, in zwey kleinen schwarzen augen, und einem schönen Wachsthum. sie hat keinen Witz, aber gesunden Menschenverstand genug, um ihre Pflichten als eine frau und Mutter erfüllen zu können. sie ist nicht zum aufwand geneigt, das ist grundfalsch. – imgegentheil ist sie gewohnt schlecht gekleidet zu seyn. – denn, das wenige was die Mutter ihren kindern hat thun können, hat sie den zwey andern gethan, ihr aber niemalen. – das ist wahr daß sie gern Nett und reinlich, aber nicht propre gekleidet wäre. – und das Meiste was ein frauenzimmer braucht, kann sie sich selbst machen. und sie frisiert sich auch alle Tage selbst. – versteht die hauswirthschaft, hat das beste herz von der Welt – ich liebe sie, und sie liebt mich vom herzen? – sagen sie mir ob ich mir eine bessere frau wünschen könnte? –“. Auch musikalische Bezüge auf den Charakter C.s finden sich in Werken dieser Zeit, im Durchführungsteil des B-Dur-Sonatensatzes KV 400 (372a) von 1781 und natürlich in der Ausgestaltung der Rolle der Konstanze in der Entführung aus dem Serail. Aus der gut neunjährigen Ehe sind sechs Kinder hervorgegangen, von denen aber nur zwei, die Söhne C. Th. und F. X. W., überlebten. Über C. ist im Übrigen aus ihrer Zeit mit W. wenig überliefert. Aus einem Brief W.s an Nannerl (20.4.1782) geht hervor, dass sie W. zur Fugen-Komposition angeregt hat; während des Besuchs bei L. in Salzburg 1783 sang sie am 26.10. die Sopranpartie im Kyrie und Gloria der c-Moll-Messe KV 427 (417). Eine Erkrankung C.s 1789 führte in den folgenden Jahren bis 1791 zu vier kostspieligen Kuraufenthalten in Baden bei Wien. Gleich nach W.s Tod richtete C. im Dezember 1791 ein Gesuch an Leopold II. um die Gewährung einer Pension für sich und ihre beiden Söhne; K. Franz II. sprach ihr am 13.3.1792 ein Drittel von M.s Gehalt als k. k. Kammer-Kompositeur zu. Durch W.s Schüler J. Eybler, F. Freystädtler, F. X. Süßmayr sowie vermutlich auch M. Stadler ließ C. 1791/92 das Requiem KV 626 fertigstellen; Süßmayr und später Stadler bemühten sich, von C. beauftragt, auch um die Vollendung weiterer Fragment gebliebener Werke. Dass C. in den Jahren nach M.s Tod um eine Verwertung seines Nachlasses bemüht war, dürfte nicht unwesentlich auf G. N. Nissen zurückgehen, der 1793 als Diplomat in dänischen Diensten nach Wien gekommen und womöglich noch im selben Jahr in C.s Leben getreten war (Rückschluss nach einer „Stammbuch-Eintragung in Nissens Tagebuch“, vgl. Allihn [1991], 70). 1795/96 und 1797 organisierte C. eine Reihe von Konzerten mit Werken M.s in mehreren deutschen Städten, wobei sie teilweise selbst und zusammen mit ihrer Schwester Aloisia als Sopranistin auftrat; zeitweilig wirkte auch der Pianist und Komponist Franz Joseph Ebel (1765–1807) als Pianist mit. Jedenfalls seit 1797 unterstützte Nissen nachweislich C. bei ihren Unternehmungen, v. a. den geschäftlichen Verhandlungen mit den Verlagen Breitkopf & Härtel und J. A. André, und wohnte bei ihr zur Untermiete. In diesem Jahr erschien bei Breitkopf & Härtel in Leipzig/D auf C.s Betreiben hin ein nach dem Autograph eingerichteter Idomeneo-Klavierauszug. 1798/99 erfolgte eine Ordnung von M.s Nachlass durch Nissen und Stadler. Am 29.9.1799 schließlich bot C. Breitkopf & Härtel den gesamten musikalischen Nachlass zum Verkauf an. Dieser kam allerdings nicht zustande, stattdessen ging der Nachlass mit Vertrag vom 8.11.1799 an J. A. André. Erst 1809 heirateten C. und Nissen in Pressburg, bevor sie 1810 nach Kopenhagen zogen, da Nissen aus gesundheitlichen Gründen den diplomatischen Dienst quittiert hatte und dort Zensor für politische Zeitungen wurde. Nachdem Nissen 1820 in den Ruhestand versetzt wurde, übersiedelte das Ehepaar nach Salzburg. Nissen begann mit der Ausarbeitung seiner M.-Biographie, die er jedoch nicht vollenden konnte; am 24.3.1826 starb er in Salzburg an „Lungenlähmung“. C. ließ ihn, unter Entfernung des Grabsteins von L., im Familiengrab in Salzburg beisetzen. Auf ihren Wunsch stellte ein Bekannter der Familie, der Arzt Johann Heinrich Feuerstein (1797–1850) aus Pirna bei Dresden/D, die M.-Biographie fertig, welche dann 1828 bei Breitkopf & Härtel erschien. Nach dem Tod Nissens (1826) zog ihre jüngste Schwester S. Haibel zu C. nach Salzburg. 1829 besuchten V. und M. Novello C., die offenbar auch Italienisch und Französisch sprach, und von „deren Schönheit nichts übrig ist als ihre Augen“, die sich aber für ihr Alter gut gehalten habe. Von ihr sind drei Portraits erhalten, am bekanntesten ein Ölgemälde (um 1782) ihres Schwagers J. Lange. Bis heute (2004) bleibt die Bewertung C.s umstritten. V. a. von der deutschen Musikwissenschaft wurde sie für ihre späteren Aktivitäten heftig attackiert und als für M. unwürdig erachtet (z. B. Schurig), was auf der anderen Seite „Ehrenrettungen“ hervorrief. Unbestreitbar ist, dass weder L. noch Nannerl C. besonders gemocht haben. Aus den Bewertungen im Schlichtegroll’schen Nekrolog 1792, die womöglich auf Nannerl zurückgehen, speist sich bereits früh Kritik an C. Andererseits muss nach der M.schen Korrespondenz die Ehe zwischen W. und ihr als glücklich angesehen werden, und auch aus der Familienkorrespondenz nach W.s Tod, zwischen C., ihren Söhnen und Nissen, spricht ein positives Verhältnis untereinander, insbesondere auch Dankbarkeit und Wertschätzung für den Stiefvater Nissen.
Lit: A. Schurig (Hg.), Konstanze M. Briefe, Aufzeichnungen, Dokumente 1782–1842, R. Angermüller (Hg.), Constanze Nissen-M. Tagebuch meines Brief Wechsels in Betref der M.ischen Biographie (1828–1837) 1999.
Beider Söhne
Carl Thomas: * 21.9.1784 Wien, † 31.10.1858 Mailand/I. Beamter. Das zweite der sechs Kinder von W. und C. M. Großvater L. berichtet über ihn (16.2.1785 an Nannerl): „Der kleine C. [Th.] sieht deinem Bruder ganz ähnlich. [...] das Kind ist übrigens sehr angenehm, denn es ist ungemein freundlich, und lacht so oft man’s anredet“; er hatte vor, C. Th. später auch selbst zu unterrichten (Brief vom 12.5.1786): „Der C. [Th.] soll auch, wenn Gott mich so lange leben läßt, zu mir kommen, und ich werde ihm das Geigen und viel andre schöne Sachen lernen.“ 1787 starb L., und W. gab C. Th. in die Obhut der 1782 gegründeten Erziehungsanstalt des Pädagogen Wenzel Bernhard Heeger in Perchtoldsdorf, wo er aber mit seiner Behandlung nicht sehr zufrieden war und sich um eine Unterbringung bei den Piaristen bemühte (Brief vom 14.10.1791 an C.): „Er sieht herrlich aus – für die Gesundheit könnte er kein bessers Ort haben, aber das übrige ist leider Elend! einen guten Bauern mögen sie wohl der Welt erziehen!“; W. bemängelt, dass C. Th. „fast noch weniger gern [lernt], weil er daraus nichts als vormittags 5 und nach Tisch 5 Stunden im Garten herumgeht [...]“. Aus seiner Kindheit berichtete C. Th. 1856, dass er sich lebhaft seines Vaters erinnere, der ihn während C.s Krankheiten viel habe spazieren führen müssen und von dem er „häufig in das Theater geführt worden“ sei. Ein Besuch der Zauberflöte am 13.10.1791 ist brieflich durch W. bezeugt (14.10.1791 an C.): „Dem C. [Th.] habe ich keine geringe Freude gemacht, dass ich ihm in die Oper abgeholt habe.“ Nach W.s Tod gab die Mutter C. Th. 1792–97 zunächst zu F. X. Niemetschek nach Prag, wo er wohnen konnte und Unterricht erhielt; Kost und ersten Klavierunterricht bekam er zugleich bei F. Dušek. Anscheinend ließen C.s wirtschaftlich ungesicherte Verhältnisse eine Musikerausbildung C. Th.’ zu diesem Zeitpunkt als zu riskant erscheinen. Er musste 1797/98 in einem Handelshaus in Livorno/I eine kaufmännische Ausbildung beginnen, während sein jüngerer Bruder für den Musikerberuf vorgesehen war. Aus einem Brief C. Th.’ aus Livorno vom 7.6.1798 an J. A. Streicher in Wien geht hervor, dass er sich mit dem Gedanken trug, mit Pianoforte Handel zu treiben, wozu es aber wohl aus Geldmangel nicht kam. Später nahm C. Th. doch noch einen Anlauf, den Musikerberuf zu ergreifen und wurde nun auch von C. darin bestärkt und finanziell unterstützt, wenngleich sie ihn kritisch mahnte, dem Erbe des Vaters gerecht zu werden. C. Th. zog 1805 nach Mailand und fand bei einem gewissen Consigliari Pinali einen einstweiligen Gönner, mit dem er sich aber bald überwarf. Auf Empfehlung von J. Haydn konnte er dann 1806 bei dem Komponisten Bonifazio Asioli, der 1807 Zensor (Direktor) des neugegründeten Mailänder Konservatoriums wurde, ein Musikstudium aufnehmen. 1808 riet ihm C., nach Wien zu kommen, da er – wie bereits sein Bruder F. X. W., der dabei war, Wien zu verlassen – bei J. G. Albrechtsberger und A. Salieri Unterricht haben könne und durch J. Weigl ihm eine Stelle am Theater in Aussicht gestellt sei. C. Th. blieb jedoch in Mailand und gab nach insgesamt drei Jahren sein Studium wieder auf. 1856 hob er die Richtigkeit seiner damaligen Entscheidung hervor, in der Erkenntnis, dass „Söhne eines Vaters, der sich ausgezeichnet hat, [...] doch niemals den an sie gerichteten Forderungen würden entsprechen können“. 1810 wurde er in Mailand Beamter beim Vizekönig von Neapel (bzw. bei der Österreichischen Regierung, als diese die Lombardei übernahm). Als C. im selben Jahr mit Nissen nach Kopenhagen übersiedelte, vermachte sie C. Th. das Walter’sche Pianoforte seines Vaters. Sowohl zu seiner Mutter und dem Stiefvater Nissen als auch zu F. X. W. hatte C. Th. lebenslang ein familiäres und herzliches Verhältnis. 1820 erhielt er Besuch von seinem Bruder, als diesen seine Kunstreise nach Italien führte. 1836 besuchte C. Th. seine Mutter in Salzburg, 1840 den Bruder in Wien. 1842 trafen beide Brüder anlässlich der Denkmalsenthüllung für W. A. M. noch einmal in Salzburg zusammen und wurden Ehrenmitglieder des Mozarteums. 1850 trat C. Th. in den Ruhestand. In Caversaccio bei Como/I erwarb er ein kleines Landgut, wo er bis zu seinem Tode wohnte. Noch bei guter Gesundheit, nahm er 1856 an der Säkularfeier für W. A. M. in Salzburg teil, und im selben Jahr begann er sein Testament zu machen, an dem er 1857 und 1858 noch Änderungen vornahm. Der Salzburger Dom-Musik-Verein und Mozarteum wurde als Universalerbe – ausgenommen der im Testament vorgenommenen Verfügungen – eingesetzt. Somit gelangte u. a. der Walther-Flügel seines Vaters in dessen Besitz. C. Th. blieb ledig, scheint allerdings eine Tochter Constanze gehabt zu haben, die 1833 an den Blattern starb.
Lit: W. Hummel, W. A. M.s Söhne 1956.
Franz Xaver Wolfgang: * 26.7.1791 Wien, † 29.7.1844 Karlsbad (Karlovy Vary/CZ). Pianist, Komponist. Das jüngste und neben seinem Bruder C. Th. einzige überlebende Kind von W. und C. M. war keine fünf Monate alt, als sein Vater starb. Bereits 1793 bestimmte ihn C. für den Musikerberuf und gab ihm den Beinamen „Amadeus“. Während ihrer Konzertreise durch Deutschland (1795–97) brachte C. ihren Sohn in Prag zunächst bei F. Duschek, dann bei F. X. Niemetschek unter, wo sich C. Th. schon seit 1792 befand. Bei Duschek erhielt er seinen ersten Klavierunterricht. Ende 1797 holte ihn C. wieder zu sich nach Wien, er besuchte 1803–08 das Schottengymnasium und erhielt Unterricht durch S. v. Neukomm, J. A. Streicher und J. N. Hummel (Klavier), Abbé G. J. Vogler und J. G. Albrechtsberger (Komposition) sowie A. Salieri (allgemeiner Musikunterrricht). Ein Rondo Allegretto für Pianoforte in F-Dur, das F. X. W. seiner „lieben Mutter zum Namensfeste 1802“ widmete, gilt als erste erhaltene Komposition. Im selben Jahr wurde als op. 1 ein Klavierquartett in g-Moll bei S. A. Steiner in Wien gedruckt. Die frühen Jahre in Wien müssen als die erfolgreichste und produktivste Zeit F. X. W. M.s angesehen werden. So sind allein 1807 die Violinsonate op. 7, die Klaviersonate op. 10, 6 Kleine Stücke für Flöte und 2 Hörner op. 11, eine Romanze von Stollberg mit Klavierbegleitung op. 12, 12 Menuette und Trios für Orchester, eine Arietta In questa tomba oscura in Wiener Verlagen im Druck erschienen und eine Einlage-Arie zum Schauspieldirektor im Manuskript erhalten. Das Wiener Publikum nahm W. A. M.s Sohn mit großem Wohlwollen bei seinem ersten öffentlichen Auftreten am 8.4.1805 auf, als er in einer Musikalischen Akademie im Theater an der Wien ein C-Dur-Klavierkonzert seines Vaters (?KV 503) sowie Variationen über das Menuett aus Don Giovanni spielte und eine Kantate für drei Solostimmen, Chor und Orchester anlässlich des 73. Geburtstages von J. Haydn in dessen Anwesenheit aufgeführt wurde. Durch seine Mutter offenbar ermuntert, möglichst bald finanziell auf eigenen Beinen zu stehen, reiste F. X. W. 1808 nach Lemberg (L’viv/UA), wo er seinen Cousin A. Lange besuchte und von wo aus er in Steinhübel/Galizien (Podkamien/UA) einen Posten als Klavier- und Musiklehrer der beiden Töchter des Grafen Victor v. Baworowski antrat. Trotz der gut dotierten Stellung klagte er bereits im Februar 1810 über die Einöde des Landlebens. Im November des Jahres berichtete er seinem Bruder C. Th.: „[...] aber ich componiere – nichts. Das traurige, einsame Leben, was ich hier führen muß, stumpft meine Sinne so sehr ab, das ich mich oft tagelang martern muß, bis ich die geringste Kleinigkeit zu Stande bringe“, und im Dezember 1810 äußerte er zu Breitkopf & HärtelHärtel, er sei „fest entschlossen künftigen May 1811 [...] dieses Land zu verlassen“. Tatsächlich kündigte er im April 1811 seine Stellung, verließ Galizien aber nicht, sondern trat im Juli einen neuen Posten bei einem k. k. Kämmerer Janisczewski in Sarki bei Lemberg an. Ab 1813 lebte er dann als freischaffender Künstler in Lemberg und unterrichtete in Häusern adeliger Familien. Hier kam er mit dem Gubernialrat Ludwig Cajetan von Baroni-Cavalcabó und dessen Frau Josephine, geb. Gräfin Castiglioni in enge Verbindung, welche lebenslang andauern sollte. Einige neue Kompositionen, die F. X. W. 1816 an Breitkopf & Härtel schickte, wurden vom Verlag abgelehnt. Am 29.12.1818 begann F. X. W. eine mehrjährige Konzertreise als Pianist, die ihn bis zum Sommer 1821 nach Wien führte, wo er noch ein Jahr bis zu seiner Rückkehr nach Lemberg im Oktober 1822 blieb. Die Reise ging zunächst durch Russland, Polen und Preussen nach Dänemark, wo er C. und Nissen besuchte; von dort aus weiter nach Deutschland – in Dresden traf er mit dem Cousin seiner Mutter C. M. v. Weber zusammen –, Österreich und Oberitalien – in Mailand sah er 1820 seinen Bruder C. wieder; dann weiter in die Schweiz, nach Süddeutschland und schließlich erneut Österreich, wobei er auf dem Weg nach Wien in Salzburg seine Tante Nannerl besuchte. In einem Tagebuch an seine damalige Geliebte „Josephine“ hat F. X. W. einen umfassenden Bericht vom Verlauf der Reise festgehalten; Adressatin dürfte unter Umständen Josephine von Baroni-Cavalcabó gewesen sein, was erklären würde, dass F. X. W. über Jahre hinweg wohl keine größeren Anstrengungen mehr unternommen hatte, Lemberg zu verlassen. Nach seiner Rückkehr gründete er dort einen Caecilienverein, der bis 1829 bestand, und wurde 1834 für kurze Zeit am Lemberger Theater als Kapellmeister angestellt. Auch während dieser Jahre unternahm er Reisen: 1832 und 1835 besuchte er C., die nach Nissens Tod nach Salzburg umgezogen war; Anfang 1835 unternahm er mit Julie, der Tochter von J. v. Baroni-Cavalcabó, eine Reise nach Karlsbad, Dresden und Leipzig, wo sie R. Schumann kennen lernten. An Kompositionen entstand allerdings nichts Nennenswertes mehr. 1838 zog F. X. W. schließlich von Lemberg nach Wien und dürfte im selben Haus gewohnt haben wie die Familie Baroni-Cavalcabó, die kurz vorher ebenfalls dorthin gezogen war. Seinen Lebensunterhalt verdiente er hauptsächlich durch privaten Unterricht. 1840 kam es zum Wiedersehen mit seinem Bruder C. Th., der ihn in Wien besuchte. In seinen letzten Lebensjahren setzte eine gewisse Verbitterung F. X. W.s über das eigene Schicksal ein, gewiss auch hervorgerufen durch die Ehrungen, welche dem Sohn mehr seines Vaters wegen zuteil wurden: 1841 wurde er „Ehrenkapellmeister“ des am 22.4.1841 gegründeten Dom-Musik-Verein und Mozarteum in Salzburg; die eigentliche Kapellmeister-Stelle erhielt dagegen trotz der Bemühungen C.s der sowohl mit C. Th. als auch F. X. W. befreundete A. Taux. Im Dezember 1841 spielte F. X. W. in Wien beim Festakt anläßlich des 50. Todestags W. A. M.s die Fantasie und Sonate in c-Moll KV 475 und 457. Bei den Feierlichkeiten zur Denkmalsenthüllung W. A. M.s in Salzburg 1842 spielte er das Klavierkonzert in d-Moll KV 466. Gegenüber A. A. Fuchs aber gestand er, „selbst an sich die Erfahrung gemacht [zu haben], daß ein ererbter Name mit seinem kolossalen Ruhme den Nachkommen eher hemmend als fördernd durchs Leben begleite“, auch sein Bruder C. Th. mutmaßte 1856, dieses Schicksal habe „sein Leben verbittert und vielleicht auch verkürzt“. Bei schon angeschlagener Gesundheit, verfasste F. X. W. am 17.6.1842 sein Testament, in dem er J. v. Baroni-Cavalcabó als Universalerbin einsetzte. Seine Musikalien (deren Ordnung und Inventarisierung später A. Fuchs vornahm) sowie das Clavichord seines Vaters, das er von seiner Mutter erhalten hatte, sollten an den Dom-Musik-Verein und Mozarteum gehen. Nachdem sich im Juni 1844 ein Magenleiden verschlimmert hatte, starb F. X. W. am 29.7.1844 während einer Kur in Karlsbad, wo er auch beerdigt wurde. Die Grabinschrift verfasste der mit ihm befreundete Dichter F. Grillparzer; Gedenkfeiern fanden in Salzburg, Wien und Lemberg statt.
P: Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien 1841; Maestro Compositore onorario der Congregazione ed Accademia Santa Cecilia in Rom 1842.
W: Sinfonie (unvollständig), 12 Menuette und Trios, 6 kleine Stücke f. Fl. u. 2 Hörner, 2 Klavierkonzerte, Stücke für Klavier, Kammermusik; 2 Kantaten, Festchor, Lieder.
Lit: W. Hummel, W. A. M.s Söhne 1956; R. Angermüller (Hg.), Franz Xaver Wolfgang M. Reisetagebuch 1819–1821, 1994.
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