Leitete (Dipl.-Brau-Ing. 1928) jahrzehntelang das von seinem Großvater Adolf Ignaz (1801–89; ab 1872 Ritter v. Markhof) gegründete Familienunternehmen. Führendes Mitglied mehrerer Kulturinstitutionen (Gesellschaft der Musikfreunde, Wiener Männergesang-Verein), v. a. aber als langjähriger Präsident der Wiener Konzerthausgesellschaft (18.6.1945 kommissarische Leitung, Präsident 11.2.1946–4.1.1981) von Bedeutung. Er betrieb gemeinsam mit E. Seefehlner die kulturpolitische Öffnung und Neuorientierung des Wiener Konzerthauses in Richtung künstlerischer Moderne (Durchführung der Internationalen Musikfeste ab 1947) sowie den Ausbau der Konzerthausgesellschaft zu einem internationalen Großveranstalter. Unter seiner Ägide fanden die richtungsweisende Renovierung der Säle (1972–76) sowie die Generalsanierung der Rieger-Orgel im Großen Saal statt. Durch seine persönliche Freundschaft mit zahlreichen Künstlern (u. a. K. Böhm, Paul Hindemith, Wilhelm Backhaus, Nathan Milstein, Fritz Hochwälder, Fritz Wotruba) wichtiger Motor des österreichischen Kulturlebens der Nachkriegszeit. Außerdem war M. langjähriger Präsident des ÖAMTC und Mitglied des Österreichischen Olympischen Komitees sowie 1950–70 Obmann der Bundessektion Industrie der Kammer der gewerblichen Wirtschaft und 1946–72 Vizepräsident der Vereinigung österreichischer Industrieller. Sein Sohn Manfred M. Markhof (* 6.2.1927 Wien) ist (2004) ebenfalls aktiv für die Wiener Konzerthausgesellschaft tätig und Kuratoriumsmitglied des Österreichischen Musikrates.
P: Dr. h. c. der Univ. f. Bodenkultur Wien 1947; Großes Goldenes Ehrenzeichen f. Verdienste um das Land Wien; Medaille „Bene Merito“ der Österr. Akad. der Wissenschaften; Clemens Krauss Medaille in Silber 1978; Ehrenmitglied der Wiener Philharmoniker, des Wr. Männergesang-Vereins, des Internationalen Olympischen Komitees; zahlreiche weitere Ehrungen.
Schr: Mit euch, ihr Großen, zu spazieren... Aus meinem lückenhaften Gedächtnis 1974; Haltestellen und Stationen in meinem Leben 1978.
Lit: Czeike 4 (1995); Personenlex. Öst. 2001; Ackerl/Weissensteiner 1992; Who is who in Öst. 1979; Archiv der Wr. Konzerthausgesellschaft; eigene Recherchen.
EB