Nach der Matura am Fürstbischöflichen Knabenseminar Graz 1923–26 Theologiestudium an der Univ. Graz, Leiter des Theologenchores 1932–35 (Priester 1935). Musikalische Ausbildung bei A. Faist und R. v. Weis-Ostborn. Nach Kaplansjahren Studium am Pontificio Istituto di Musica Sacra (PIMS) Rom, 1943 Dr. mus. Mitarbeit an der Palestrina-GA von Raffaele Casimiri, 1949 Dr. theol. (Graz), 1951 Habilitation für Neues Testament (Graz), 1953 ao. Univ.-Prof., 1957–81 o. Univ.-Prof. für Neues Testament. 1953–86 Orgel- und Glockenreferent der Diözese Graz-Seckau, 1957 Korrespondent des Bundesdenkmalamtes für Orgelfragen, 1966–70 Vorsitzender der Sektion Kirchenmusik in der neu geordneten Diözesankommission für Liturgie.
Als Orgelreferent setzte Z. gegen viele Widerstände in den 1950/60er Jahren die Prinzipien des modernen Orgelbaus durch: Rückkehr zur mechanischen Schleiflade, Dispositionen anhand (neo-)barocker Prinzipien. Dazu kam die Sorge für eine sachgemäße Restaurierung zahlreicher historischer Orgeln nach den damals allseits anerkannten technologischen und ästhetischen Standards. In seinen römischen Jahren war Z. auch als Komponist sehr erfolgreich.
P: Monsignore 1949; Päpstlicher Ehrenprälat 1968; Ehrenzeichen des Landes Steiermark 1983.
Schr: L’Organo come Strumento dell’ Accompagnamento Gregoriano, Diss. Rom 1943 (dt. in Auszügen: Die Orgel als Begleitinstrument des liturgischen Gesanges 1943); Synoptischer Kommentar zu den drei ersten Evangelien, 5 Bde. 1962–81; Die Botschaft der Parabeln, 3 Bde. 1965/66 [Schr.-Verzeichnis in Stessl].
W: Missa Laetentur coeli (Weihnachtsmesse); Fanfare „Bruckneriana“; Ecce sacerdos; „Variazioni“ – quasi una fantasia f. Org. (Dante-Variationen) 1939 (Fassung f. Orch. 1940, rev. 1985: Fassung f. Streicher, Fl. u. Org.); Requiem „aus Italien“); Psalm 116; Adagio „post Elevationem“; Christkönigsfanfare „Christus vincit“; Kleine österliche Marienkantate über „Laßt uns erfreuen herzlich sehr“; verschollen: Die kleine Weihnachtskantate.
TD: Kleine österliche Marienkantate über „Laßt uns erfreuen herzlich sehr“, auf: CD Fest u. Feier. Kirchenmusik in der Steiermark, Diözesanmuseum Graz 1995.
Lit: J. Trummer in SK 32 (1985); K. Dorneger in SK 38 (1991); Sonntagsblatt 47 (1992), Nr. 7 u. 8 [Nachruf]; M. Stessl, F. Z. – ein steirischer Tonkünstler als Botschafter der Musica Sacra u. der Neutestamentlichen Exegese, Dipl.arb. Graz 1994; F. K. Praßl in E. Renhart/W. Resch (Hg.), Orte der Feier u. ihre Zeichen. Kirchenbauliche Erneuerungen der letzten Jahre in der Steiermark 2006.
FKP