Erster Musikunterricht bei Andreas Strempfl in Riegersburg, dann Sängerknabe im Stift Heiligenkreuz. Ab 1879 Ausbildung in Graz, ab 1883 am Priesterseminar und bis 1887 Studium der Theologie. 1886 Priesterweihe, 1887–89 als Pfarrer tätig. 1889 Präfekt und Regens chori am Bischöflichen Seminar in Graz. Studium der Philosophie, Mathematik und Physik (Lehramt). Als Schüler von A. v. Meinong machte er Untersuchungen auf dem Gebiet der Musikpsychologie. 1899–1933 Prof. am Bischöflichen Gymnasium. Als Präsident des Diözesan-Cäcilienvereins (1905–18) bemühte er sich, die Kirchenmusik in der Diözese durch Musteraufführungen und Kurse zu verbessern. 1926–31 2. Vizepräsident des Allgemeinen Cäcilienvereins (Cäcilianismus). Als Komponist strebte er durch leichte Ausführbarkeit seiner Werke eine weite Verbreitung derselben an, wobei er sich bewusst war, „Gebrauchsmusik“ für die Liturgie zu schreiben. Seine kirchenmusikalischen Werke zählen zu den noch heute meistaufgeführten Werken der Kirchenchöre Österreichs.
Schr: Über Consonanz und Dissonanz, Diss. Graz 1901.
W: Lateinische und Deutsche Messen, Requiem, Kirchenlieder mit deutschem Text; weltliche Lieder und Chorstücke. Liederbücher: Magnifikat: Kirchliches Gesangbuch zunächst für die Studierenden am fürstbischöflichen Knabenseminar 1902 (in zahlreichen Auflagen); Orgelsätze im Orgelbuch zum Lobet den Herrn!
Lit: StMl 1962–66; MaÖ 1997; [Kat.] Musik i. d. St. 1980; E. Kleinschuster, A. F. 1980 (mit WV).
AH