Sohn eines Pianisten, Musikausbildung während der Schulzeit, danach Statist am Raimundtheater, wo er sein erstes Couplet für F. Imhoff schrieb. Als Korrepetitor, Klavierbegleiter und Dirigent in verschiedenen Wiener Etablissements tätig (Kabarett Hölle, Apollo-Theater, Ronacher). 1928–38 Hausautor der Revuebühne Femina, daneben u. a. in Zusammenarbeit mit F. Löhner und F. Rotter Verfasser bzw. Bearbeiter von Operettenlibretti. 1938 im Zuge eines Gastspiels der Femina Emigration (Exil) zuerst nach Bogotá, 1939 mit seiner späteren Frau C. Kraner nach Caracas, wo er u. a. als Klavierlehrer arbeitete und gemeinsam mit Kraner Wiener Abende veranstaltete. Nach ihrer Heirat 1943 eröffneten sie Johnny’s Music Box, in der Kraner W.s Chansons vortrug. Ab 1948 wieder in Europa, schrieb W. Revuen für das Kabarett Casanova und fungierte 1950–65 neben K. Farkas als Co-Autor des Kabaretts Simpl und Klavierbegleiter seiner Frau. Durch gemeinsame Auftritte in Rundfunk und Fernsehen, Schallplattenaufnahmen sowie zahlreiche Gastspielreisen erzielte das Paar Kraner/W. große Popularität. Nach Farkas’ Tod 1971 an den Simpl zurückgekehrt, schrieb W. bis 1974 die Simpl-Programme allein.
G: Ehrengrab der Stadt Wien; Gedenktafel an seinem Wohnhaus in Baden bei Wien/NÖ.
P: zahlreiche Ehrungen, u. a. Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich 1964; Prof.-Titel 1972; Ehrenkreuz f. Wissenschaft u. Kunst I. Kl. 1984; Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Wien 1989.
W: Operettenlibretti; musikalische Lustspiele (Die kluge Mama 1982 [M: E. Halletz]); ca. 500 Chansons; über 100 Kabarettprogramme; Filmdrehbücher.
Schr: Doppelconférence 1972; Das Beste aus dem Simpl 1973; zahlreiche Satiren (Krokodile fliegen nicht 1974; Verliebt, verlobt, geheiratet 1978; Wie das Leben so spielt 1980; Ich erinnere mich nicht. Keine Memoiren 1985; Die lieben Verwandten und andere Feinde 1987; Lesen Sie wohl! 1989; Zeitensprünge. Erinnerungen eines alten Jünglings 1991).
Lit: Fink 2000; Czeike 5 (1997); Biogr. Hb. der dtspr. Emigration 1983; K. Budzinski, Das Kabarett 1985; Ackerl/Weissensteiner 1992; Lang 1986; ÖL 1995; eigene Recherchen.
MK