Der Sohn des Kapellmeisters Ernst W. besuchte die Brünner MSch. (bei O. Kitzler) und Lehrerbildungsanstalt, 1890–93 das Leipziger Konservatorium und war in Wien Schüler von R. Fuchs. In Brünn war er ab 1887 als Lehrer und ab 1895 als Dirigent tätig. 1903–07 Direktor des Steiermärkischen Musikvereins (Nachfolger von E. W. Degner) und Lehrer an der MSch. des Musikvereins. 1907–11 Direktor der Wiener Singakademie (sein Nachfolger war B. Walter). 1910–24 leitete er mehrere Konzerte des Brünner MGV.s. Ab 1911 Lehrer an der Staatlichen Lehrer-Bildungsanstalt in Wien. W.s kompositorische Bedeutung lag v. a. auf dem Gebiet der Chormusik.
G: W.-Gemeinde in Brünn 1925.
W: Chorwerke (darunter zahlreiche Volksliedbearbeitungen f. Männerchor), Lieder, Missa solemnis f. Soli, Chor, Org. u. Orch., Orchesterwerke (Suite, 4 Legenden, Symphonische Variationen), Kammermusik, Klavier- u. Orgelwerke.
Schr: Der steiermärkische Musikverein in Graz in NZfM 72 (1905); Arbeitsheft zur allgemeinen Musiklehre 1915; Anton Bruckners Symphonien 1927; Die Symphonien v. Franz Schubert 1928.
Lit: LdM 2000; Müller-Asow 1929; Riemann 1961; Baker 1984; DBEM 2003; F-A 1936; E. Mann et al. (Hg.), Deutschlands, Österreich-Ungarns u. der Schweiz Musiker in Wort u. Bild 1909/10; StMl 1962–66; J. Ewens, Lex. des dt. Chorwesens 1954; R. Fischer (Hg.), Dt. Chormeisterbuch 1925; Ulrich 1997; [Kat.] Musik i. d. St. 1980.
BB