Studierte in Weimar und Würzburg Klavier, Violine und Komposition; bewarb sich erfolglos um eine Geigerstelle im Wiener Hoftheater; unterrichtete 1882 am Regensburger Gymnasium und 1883 an einer privaten MSch. in Gotha/D; leitete 1884–88 in Pettau (Ptuj/SLO) den Musikverein, baute die MSch. aus und dirigierte den Männerchor; Lehrer an der Weimarer MSch. 1891–1902 artistischer Direktor des Musikvereines für Steiermark in Graz; unter seiner Leitung bedeutender Aufschwung des Musikvereins und dessen Schule; 1902–08 Direktor der MSch. und Singakademie in Weimar. In seinen Kompositionen wurde D. anfangs von F. Liszt, später hingegen von J. Brahms, in den Orgelwerken von Max Reger beeinflusst.
P: Prof.-Titel 1906 (verliehen vom Großherzog von Weimar).
Schr: Anleitungen und Beispiele zum Bilden von Cadenzen und Modulationen 1902; Harmonie-, Formen- und Kontrapunktlehre [Ms.]; Geschichte der Musik [Ms.].
W: Orchesterwerke (2 Symphonien, Ouvertüren, symphonische Dichtung Der Zug des Todes, Römischer Triumphzug, Theater-Noveletten); Kammermusik (u. a. Streichquartette); Klavier- und Orgelwerke; Chor-Orchesterwerke (Legende Maria und die Mutter; Schubert, Gott in der Natur); Lieder.
Lit: MGG 15 (1973); StMl 1962–66; W. Suppan in ZHVSt 52 (1961).
BB