Geboren als M. Langer, die Änderung des Familiennamens erfolgte erst 1896. Er studierte bis 1895 am Konservatorium der GdM Violine und Klavier, anschließend wirkte er als Musiklehrer. 1898 kam er zur Militärmusik des IR.s Nr. 23, 1902–11 war er Kapellmeister des IR.s Nr. 45 und 1911–18 des IR.s Nr. 94.
P: Bayerisches Militär-Verdienstkreuz 1905; Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille 1917.
W: Märsche (Variété-Marsch, Hausenblas-Marsch, Stanger-Marsch).
Sein Sohn Erich Weis: * 19.7.1904 Przemyśl/Galizien (Přzemysł/PL), † 13.9.1962 Wien. Bratschist. Erhielt 1909–15 ersten Violinunterricht vom Vater, besuchte 1920–26 die Wiener MAkad. 1930–33 war er Bratschist im Wiener Kammerorchester , 1933–37 1. Solobratschist bei den Wiener Symphonikern . Ab 1937 spielte W. im Staatsopernorchester sowie bei den Wiener Philharmonikern . Bereits ab 1934 gehörte er dem Wiener Konzerthausquartett an. Nannte sich im Gegensatz zu seinem Vater Weis.
Dessen Sohn Helmut: * 20.6.1937 Wien. Bratschist. War Schüler von E. Steinbauer und Ernst Morawec und gehörte ab 1957 dem Staatsopernorchester sowie ab 1959 den Wiener Philharmonikern an. 1968 wurde er Solobratschist, seit 2002 in Ruhestand. 1959–71 spielte W. im Weller-Quartett .
Lit: J. Damański (Hg.), Die Militär-Kpm. Oesterreich-Ungarn’s 1904 [Foto M. W.]; E. Rameis, Die österr. Militärmusik 1976 (erg. u. bearb. v. E. Brixel), 178; Brixel/Martin/Pils 1982, 336 u. 346; Kürschner 1954; [Fs.] Wr. Philharmoniker 1842–1942, 1942, 120; Hellsberg 1992, 630 [Foto H. W.]; MGÖ 3 (1995); WStLA (Biographische Slg.); Mitt. Historisches Archiv Wr. Philharmoniker; pers. Mitt. H. W.
ChF