Weinberger, Josef
* 6.5.1855 Lipto Szent Miklos/H (Liptovský Mikuláš/SK), † 8.11.1928 Wien.

Eröffnete 1885 in Wien eine Kunst- und Musikalienhandlung , die sich innerhalb weniger Jahre zu einem führenden Musikverlag entwickelte. 1889 erfolgte die Verlagsgründung in Leipzig/D und etwas später in Paris. 1897 schloss W. einen Exklusivvertrag mit G. Mahler, dessen Werke im 1901 von W. mitbegründeten Verlag Universal Edition zu finden sind. Durch die persönliche Freundschaft zu vielen Komponisten konnte W. im Laufe der Zeit seinem Verlagskatalog große Namen, wie zum Beispiel Joh. Strauß Sohn, Ermanno Wolf-Ferrari, E. W. Korngold, F. Lehár und E. Kálmán hinzufügen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die zerstörten Verlagshäuser in Wien und London wieder aufgebaut. 1935 übernahm man die Verwaltung des von F. Lehár selbst gegründeten Wiener Glocken Verlages. 1953 wurde das Unternehmen abermals in Deutschland – diesmal in Frankfurt am Main – angesiedelt. Vom österreichischen Stammhaus in Wien (J. W. Musikverlagszentrum Wien) werden heute die großen, umfangreichen Operettenkataloge, das internationale Musical-Repertoire und die Konzertmusik verwaltet. Mit den gleichnamigen Verlagen in London und Frankfurt besteht eine enge Zusammenarbeit. Durch das W. Musikverlagszentrum erfolgt außerdem die Administration der Verlage Arends Music und AutoBahn. Neu gegründet bzw. erworben wurden folgende Firmen/Verlage: Papageno, Wien Melodie, Wiener Musikproduktion, Euro-Music, Fortissimo und Wiener Arion.

Lit: NGroveD 27 (2001); MGG 14 (1968); Robin 1999. www.josefweinberger.de (1/2006); www.weinberger.co.at (1/2006).

SO