Studium am Konservatorium und an der Lehrerbildungsanstalt Klagenfurt. Lehrer an verschiedenen Kärntner Schulen (in St. Georgen im Lavanttal [1951–58], Friesach [1958–60] und Treibach-Althofen [1960–84], Direktor der Hauptschule Straßburg [1984–86]). Inspektor für das Kärntner Landesmusikschulwerk 1986–91. Gründungsmitglied und Stimmbildner beim Madrigalchor Klagenfurt 1948–73. Seit 1948 Referent bei den Kärntner Chorleiterkursen bzw. Singwochen sowie in Südtirol. W. gründete und/oder leitete zahlreiche Männerquintette und war als Chorleiter von Schul-, Männer- und gemischten Chören tätig, deren Schwerpunkt meist auf dem alten und neuen Kärntnerlied lag. Als Pädagoge und Musiker übt (2006) W. einen breiten Einfluss auf das Kärntner volkstümliche Chorwesen aus, dessen Qualitätsstandards nach 1950 weithin von ihm mitgeprägt worden sind.
P: zahlreiche Ehrenurkunden, Ehrenzeichen u. Medaillen des Kärntner Sängerbundes , des Koschatbundes, der Ulrichsberggemeinschaft u. der Kärntner Landsmannschaft; von der Vogelweide Medaille des Österr. Sängerbundes 1978; Ehrpfennig der Stadt Klagenfurt 1980; Wappenring der Marktgemeinde Althofen in Gold 1981; Großes Ehrenzeichen des Landes Kärnten 1983; Österr. Ehrenkreuz f. Wissenschaft u. Kunst 1989; Prof.-Titel 1996; Kärntner Lorbeer in Gold mit Brillanten 2006.
W: Kärntnerlieder; Liedsätze; Thomas Koschat Liederbuch 1991.
TD: über 10 Schallplatten mit dem Friesacher Quintett, Koschatbund und -Quintett, Mölblinger Quintett u. Schulchor der Hauptschule I Althofen bei Supercord, Polydor u. Help Records; CDs mit dem MGV Mölbling (Kniatiaf in da Erdn 1997), Männerchor Althofen (Junger Tåg 2004), Singkreis Ars musica Althofen (Kärntnerlieder 1983, I håb di gern 1987, Stille Nacht, Heilige Nacht 1994), Männerchor Koschatbund (s’ Röserl vom Wörthersee 1983, Am Wörthersee 2001), gem. m. der Militärmusik Kärnten (Jubiläumszapfenstreich-Märsche 1995).
Lit: M. Ibounig, Edi W. Die Biographie eines Kärntner Sängers u. das musikalische Umfeld seines Lebens, schriftliche Prüfungsarb. Wien 1982; zahlreiche Artikel u. Rezensionen in Kärntner Tages-Ztgn.; pers. Mitt. E. W.; eigene Recherchen.
Seine Söhne
Thomas: * 11.12.1969 Klagenfurt. Kirchenmusiker, Choralmagister, Domkapellmeister. 1976–85 musikalische Ausbildung am Kärntner Landeskonservatorium Klagenfurt. 1985–93 Kirchenmusikstudium an der Grazer MHsch. und an der Wiener MHsch. Mitglied bei zahlreichen Chören. 1996–2002 Kirchenmusiker, Lehrer und Magister choralis an der Benediktinerabtei Seckau. Seit 1.7.2002 Domkapellmeister in Klagenfurt (2006).
P: Würdigungspreis des Bundesministerium f. Wissenschaft, Kunst u. Verkehr 1996.
Lit: Kärntner Kirchen-Ztg.; Jb. der Diözese Gurk; pers. Mitt. Th. W.; eigene Recherchen.
Michael: * 4.5.1972 Klagenfurt. Pianist, Komponist, Pädagoge. 1977–91 musikalische Ausbildung am Kärntner Landeskonservatorium Klagenfurt. Studium an der Grazer MHsch./MUniv. 1991–2006 (Mag. art. 1999). Lehrer am Grazer Musikgymnasium 1999–2006. Auftritte als Pianist und Kammermusiker u. a. im Klavier-Duo mit Eike Straub und mit seiner Ehefrau, der Klarinettistin und Musikpädagogin Corinna, geb. Ulver (* 5.4.1975). Konzerte als Jazz- und Popmusiker in diversen Formationen.
W: Concerto for Clarinet and Big Band 2003; Peace and Joy. Fantasie f. symphonisches Blasorch. 2003; Preludes f. 2 Kl. 2004; First Suite for Brass Quintet 2005; div. Jazztunes.
Lit: Berichte u. Rezensionen in Kärntner u. steirischen Tages-Ztgn.; pers. Mitt. M. W.; eigene Recherchen.
FKP