Legte 1885 die Staatsprüfungen für Klavier und Orgel ab, 1884–87 studierte er Komposition am Konservatorium der GdM und absolvierte 1889 auch die Staatsprüfung für Gesang. 1885–88 diente V. als Solocellist bei der Militärmusik des IR.s Nr. 10, 1888–1906 unterrichtete er Gesang an der Staatsoberrealschule in Wien III. 1894 Exspektant der Wiener Hofmusikkapelle, 1903 deren wirkliches Mitglied (Organist). Hier war er 1901–07 Klavierlehrer bzw. 1907–18 Singlehrer der Sängerknaben, 1907–18 Archivar und 1921–26 Singlehrer der Chor-Damen. Ab 1917 in der Nachfolge von Jul. Böhm außerdem 2. Dirigent (nach C. Luze) und ab 5.7.1918 Titular-Vizehofkapellmeister; Hoforganist bis 1921. Darüber hinaus unterrichtete V. 1905–23 an der Wiener MAkad. Chorgesang, 1920?–29? allgemeine Musiklehre und supplierend 1919–22? Orgel. 1924/25 war V. Messkorrepetitor der von J. Schnitt und C. Luze neu gegründeten Wiener Sängerknaben , 1890–1929 gehörte er auch dem Wiener Männergesang-Verein an.
P: Silberne Gesellschaftsmedaille der GdM 1887; Silberne Schubertmedaille des Wr. MGV.s 1901; Reg.rat 1923.
W: kirchliche Gebrauchsmusik (Katholische Kirchengesänge f. Studierende an Mittelschulen), Männerchor Morgenständchen (UA 8.10.1893 durch den Wr. MGV [Widmungsträger]), Lieder.
Lit: [Kat.] Musica Imperialis 1998; Th. Antonicek in StMw 29 (1978); Adametz (1943); Mitt. Archiv MUniv. Wien; eigene Recherchen (u. a. Jahresberichte des Konservatoriums).
ChF