Durchlief die Humanitätsklassen und trat 1786 in Staatsdienste. Er brachte es in weiterer Folge bis zum Rechnungsoffizial in der K. k. Banko-Hofbuchhaltung. Daneben konnte sich S. als Musiker einen guten Ruf im Wiener Musikleben erwerben, genaue Angaben zu seiner musikalischen Ausbildung (Violine, Generalbass, Komposition) fehlen jedoch; eine behauptete Schülerschaft W. A. Mozarts lässt sich nicht nachweisen. Er trat auch als Dirigent von musikalischen Dilettantenaufführungen in Erscheinung; seine teilweise recht erfolgreichen Schauspielmusiken, Singspiele, Operetten, Zauberopern und Pantomimen schrieb er v. a. für das Theater in der Leopoldstadt (ab 1799) und für das Theater an der Wien (ab 1806).
P: Adelsstand 1794 (durch die Nobilitierung des Vaters).
W: Opern (Der Teufelsthurm bey Linz 1804 [T: F. X. Huber]; Die schottische Familie 1805 [T: Heinrich Stache), Operetten (Der gebesserte Lorenz 1813 [T: Franz Xaver Karl Gewey]), Singspiele (Die Geisterseherin 1799 [T: Joseph Richter]; Thaddädl in der Fremde 1802 [T: Karl Meister]; Vetter Damian 1812 [T: J. Perinet]), Pantomimen (Der bezauberte Wasserfall 1808 [nach Ph. K. Hasenhut), Schauspiele und Possen (Adolf der Kühne, Raugraf v. Dassel 1800 [T: L. Huber]; Der Perückenmacher 1806 [T: An. Hasenhut]), Violin- u. Klavierstücke, Kammermusik, Lieder (s. Abb.).
Lit.: ÖBL 57. Lfg. (2004); Wurzbach 34 (1877); Mendel-R. 3 (1873) [Eulenstein]; Allgemeine Wr. Musik-Ztg. 3 (1843), 142; Stieger II/1 (1977) [Eulenstein]; Bauer 1955 [Eulenstein]; EitnerQ 3 (1900) [Eulenstein]; P. Tomek, Die Musik an den Wr. Vorstadttheatern, Diss. Wien 1989; WStLA (Portheim-Kat.).
ChF