Er studierte ab 1771 Philosophie und Jus in Kremsmünster, wo er wahrscheinlich F. X. Süßmayr kennen lernte, für den er später Libretti verfasste. H. setzte ab 1781 seine Studien in Salzburg fort, 1790 ging er nach Passau. Über seinen weiteren Lebensweg ist nichts bekannt.
W: Libretti für F. X. Süßmayr (Die edle Rache 1795, Der Wildfang 1797, Soliman der Zweite, oder Die drei Sultaninnen 1799); P. Winter (Das unterbrochene Opferfest 1796); W. Müller (Der Bettelstudent 1800); G. J. Vogler (Samori 1804) und F. Teyber (Der Zerstreute 1805); Orpheus (M: Ferdinand Kallaus).
Nicht zu verwechseln mit dem völlig gleichnamigen Theaterdichter F. X. H. (* 10.10.1755 Beneschau/Böhmen [Benesov/CZ], † 25.7.1814 Mainz/D). Nach einem Aufenthalt in Prag kam er 1781 nach Wien, wo er bei einer Zeitung arbeitete. Wegen seiner liberalen Meinung und Unterstützung für Napoleon musste er 1809 nach Bayern fliehen. Auch er schrieb Texte für Wiener Vorstadttheater und das Libretto zu L. v. Beethovens Oratorium Christus am Ölberge.
Lit: W. Lehner in StMw 18 (1931); NGroveDO 2 (1992); Wurzbach 9 (1863); Stieger III/2 (1908); A. Riethmüller at al. (Hg.), Beethoven. Interpretationen seiner Werke 1 (1994); Ulrich 1997; Giebisch/Gugitz 1964; K. Goedeke, Grundriss zur Geschichte der dt. Dichtung aus den Quellen 5, 1893.
AH