Schedlmayer, Christian
* 5.8.1959 Graz. Komponist.

Ausbildung: 1979 an der Univ. Klagenfurt (Pantomimik bei Alfred Meschnigg), 1979–90 an der MHsch. Wien (Tonsatz bei A. Uhl, Historischer Tanz bei E. Campianu, Alte Musik und Instrumentenbau bei P. Kukelka und J. Mertin, Komposition bei F. Cerha; Diplom 1990). 1986–93 war er Mitarbeiter bei der Universal Edition in Wien (1991–93 Redakteur). 1989 arbeitete er gemeinsam mit K. Essl, Ch. Ofenbauer und dem Ensemble die reihe im Wiener Konzerthaus am Projekt John Cage sowie mit H. K. Gruber, Ofenbauer und die reihe am Projekt Mythos & Seele; 1992 wurde ihm die Gesamtkonzeption für die Lange Nacht der Neuen Klänge im Konzerthaus übertragen. 1990–96 Präsidiumsmitglied der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (Sektion Österreich), 1992 Mitherausgeber der Zeitschrift für Neue Musik ton; daneben wird er seit 1988 zu Vorträgen etc. in Österreich und Ungarn eingeladen. Sch. interessiert sich für alte (eventuell präparierte) wie neue (digitale) Instrumente und hält sich an „die politische Relevanz offener musikalischer Konzeptionen, auch unter Verwendung traditioneller Strukturen“, v. a. aber neueste Techniken aufnehmend.

P: Förderungspreis der Stadt Wien u. Stipendium der Alban-Berg-Stiftung 990; Arbeitsstipendium der Stadt Wien 1991; Staatsstipendium f. Komposition der Republik Österreich 1990 u. 1993.

W: Orchestermusik; Kammermusik; Klavierstücke; Hg.: Oper Rashomon von Mayako Kubo 1996.

Schr: Aufsätze.

Lit: MaÖ 1997 [mit WV]; Goertz 1994 [mit WV]; G. Rosenthaler in Arbeiter-Ztg. 10.1. u. 7.3.1990; MGÖ 3 (1995).

UH