1953–57 Mitglied der Wiener Sängerknaben, studierte ab 1957 an der Wiener MAkad. Kontrabass, Horn, Elektronische Musik, Filmmusik und Komposition (u. a. bei A. Uhl und E. Ratz), 1963 in der Meisterklasse von G. v. Einem. Neben seinem Brotberuf als Kontrabassist beim Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester (1963–69) bzw. dem Ensemble die reihe (ab 1961), zählt er seit den späten 1960er Jahren zu den erfolgreichsten Komponisten seiner Generation. Gemeinsam mit K. Schwertsik und O. M. Zykan gründete er das Ensemble MOB art & ton art, das durch seinen am Kabarett orientierten Aufführungsstil bald berühmt wurde; Humor verbunden mit „diatonischem Serialismus“ ist das wesentliche Markenzeichen von G.s vielfältigem kompositorischen Schaffen.
P: Kulturwochenpreis der Stadt Innsbruck 1966; Förderungspreis der Stadt Wien für Komposition 1969 und 1978; Förderungspreis der Theodor-Körner-Stiftung 1970 und 1977; Förderungspreis bzw. Würdigungspreis des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst 1975 bzw. 1979; Preis der Stadt Wien 1989; Großer österreichischer Staatspreis 2003.
W: musikdramatische Werke (Die Vertreibung aus dem Paradies, Frankenstein!!, Gomorra, Bring me the Head of Amadeus, Gloria von Jaxtberg); Orchesterwerke, Kammermusik, Lieder.
Lit: MaÖ 1997; NGroveD 10 (2001); R. Buland, Die neuen Wilden: die musikalische Entwicklung der Komponisten Otto M. Zykan, Kurt Schwertsik und H. K. G. bis zu den Salonkonzerten und der Konzeption des MOB art ton art, Diss. Wien 1989; H. Krones in W. Gruhn (Hg.), Das Projekt Moderne und die Postmoderne 1989; Goertz 1994 und 1989; N. Tschulik, Musiktheater in Österreich 1984.
ETH