Rüegg, Mathias
* 8.12.1952 Zürich/CH. Pianist, Dirigent, Komponist, Produzent.

Nach Ausbildung zum Volksschullehrer und Lehrtätigkeit an Sonderschulen studierte er 1973–75 an der MHsch. in Graz Komposition und Jazzklavier, übersiedelte 1976 nach Wien. Nach einer kurzen Karriere als Solopianist gründete er 1977 in Wien das Vienna Art Orchestra (VAO), für das er als Bandleader, Komponist, Arrangeur und auch Manager tätig ist [2005], 1983 den Vienna Art Choir (Leiter bis 1987). Zahlreiche Kompositionsaufträge, arbeitete 1983–90 mit dem Lyriker Ernst Jandl zusammen, schrieb Theater-, Film-, und Musicalmusik u. a. für Georges Tabori und das Wiener Serapionstheater, entwickelte Konzert- und Multimediaprojekte für die Wiener Festwochen , für Donaueschingen/D und für die BBC, initiierte auch mehrere Festivals. R. gründete 1993 zusammen mit R. Deppe, Christoph Huber und Gabriele Mazic den Wiener Jazz & Music Club Porgy & Bess und war Initiator verschiedener Preise (Hans Koller Preis, European Jazz Prize, Staatspreis für improvisierte Musik). Seit 1994 widmete R. sich zunehmend der Komposition von Kammermusik; er schreibt „im Gestus und im Sinne der Jazzmusik“, inspiriert von Steve Reich und John Adams.

P: Wahl (vom amerikanischen Fachmagazin Down Beat) zum „No.1 Arranger“ 1984–86.

W: über 300 Stücke („tunes and arrangements“) für das VAO; Orchesterwerke; Kammermusik (u. a. für W. Puschnig, W. Muthspiel); Kompositionen für div. klassische Besetzungen; Chöre.

Lit: MaÖ 1997 [mit WV]; Personenlex. Öst. 2001; www.mica.at (3/2005); www.vao.at/v2/display.php?id=63 (3/2005).

UH