Sohn des Wiener Historienmalers und Kustoden der Hofbibliothek Anton v. P. (1809–76), wurde musikalisch privat (Violoncello, Komposition bei J. Zellner), 1880–82 mit Hilfe eines Staatsstipendiums von J. Brahms unterrichtet. 1890–95 leitete P. das Konservatorium in Rotterdam/NL und dirigierte Konzerte der dortigen Maatschappij tot Bevordering van Toonkunst. 1895–1900 war er Konzertdirektor (Dirigent der Gesellschaftskonzerte) der GdM, 1899–1907 leitete er das Konservatorium der GdM. 1898–1901 dirigierte er neben E. Kremser auch den Wiener Männergesang-Verein. Seine Kompositionen zeigen den Einfluss seines Lehrers Brahms.
P: Ehrenmitglied der Maatschappij tot Bevordering van Toonkunst; Offizier der Pariser Académie des Beaux-Arts 1904; österr. Orden.
W: Opern (Signor Formica; Der Richter von Granada 1889); Singspiel Die 14 Nothelfer 1891; Tondichtung (dramatisches Märchen) Das stählerne Schloß f. Soli, Chor u. Orch. 1904; Serenaden; Kammermusik (u. a. 3 Streichquartette, s. Abb.); Klavierstücke; mehrstimmige Gesänge.
Schr: Brahms 1908; Denkschrift zur Feier des 50jährigen ununterbrochenen Bestandes der Philharmonischen Konzerte in Wien 1860–1910, 1910; gem. m. R. Hirschfeld Gesch. der k. k. GdM in Wien 1912.
Lit: Czeike 4 (1995); Kosch 3 (1992); DBEM 1 (2003); ÖBL 7 (1978); MGG 10 (1962); Riemann 1929; Kosel 1902; Eisenberg 1893; Stieger II/3 (1978).
UH