Studierte nach der Handelsakad., die er auf Wunsch seiner Eltern besucht hatte, Klavier und Musiktheorie. Nach Tätigkeit bei der Wiener Liedertafel und dem Sängerverein Leopoldstadt wurde er 1861 Korrepetitor und Mitglied des Gesangquartetts des Wiener Männergesangvereins, den er 1869–99 als Chormeister, 1899–1910 als Ehrenchormeister (gemeinsam mit R. Weinwurm bzw. M. v. Weinzierl) leitete; 1910 legte er dieses Amt offiziell nieder, leitete jedoch noch weiterhin Konzerte. 1878–80 war K. Konzertdirektor des Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde. Bekannt wurde K. durch sein Eintreten für das Wienerlied („K.-Alben“).
G: Ehrengrab (Zentralfriedhof); Gedenktafel (Wien II, Kleine Stadtgutgasse 10).
P: Orden der Eisernen Krone; Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens; Ehrenring der Stadt Wien; Schubert-Medaille in Gold; Ehrenchormeister des Wr. Männergesangvereins 1899; Ehrenmitglied des Niederösterreichischen Sängerbundes; Ehrenmitglied der Berliner Liedertafel; zahlreiche weitere Vereinsehrungen.
W: fast 700 Werke: Operetten, Lieder, Chorwerke (377 Männerchöre, s. Abb.), Klaviermusik; zahlreiche Volksliedbearbeitungen; (Hg.), Wiener Lieder und Tänze 1 (1911), 2 (1913), 3 (1915).
Lit: Bockkeller 6 (2002), H. 1 u. 2; ÖBL 4 (1969); Czeike 3 (1994); ÖL 1995; J. Jernek, Der österreichische Männerchorgesang im 19. Jh., Diss. Wien 1937.
ETH