1819–26 Studium an der Univ. Wien (Philosophie, Jus), 1826 Eintritt in den Staatsdienst. Von seinem früheren Lehrer Michael Enk v. der Burg gefördert, begann er unter seinem Pseud. zu schreiben. 1835 trat er mit Griseldis (UA am Hofburgtheater) erstmals und mit großem Erfolg an die Öffentlichkeit und etablierte sich als gefragter Dramatiker für das Burgtheater. 1840 niederösterreichischer Regierungsrat, 1845–67 Erster Kustos, 1867–70 (letzter) Präfekt der Hofbibliothek, gleichzeitig Ernennung zum Generalintendanten der beiden Wiener Hoftheater (Hofoper, Hofburgtheater). Die Leitung des Burgtheaters übernahm er als Nachfolger Heinrich Laubes zunächst selbst, Direktor der Hofoper wurde auf seine Empfehlung hin F. v. Dingelstedt, dem er H. Esser und später J. Herbeck als musikalische Beiräte zur Seite stellte. J. Brahms und R. Schumann vertonten Gedichte von M.
G: H.büste (Wien I, Burgtheater); H.gasse (Wien II); zwei weitere frühere H.gassen (Wien XIII – heute XIV bzw. Wien XVII) wurden umbenannt; Ehrengrab Zentralfriedhof.
P: Hofrat 1844; w. M. der österr. Akademie der Wissenschaften 1847; Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens 1854; Leopold-Orden 1857; Ehrendoktor der Univ. Jena/D 1859; 1861 Berufung in das neu geschaffene Herrenhaus des Reichsrates (gem. m. F. Grillparzer und Anastasius Grün); wirklicher Geheimer Rat 1866.
W: Dramen, Novellen, Gedichte. – Ausgaben: F. H.’s Werke, hg. v. F. Pachler u. F. Kuh, 12 Bde., 1856–72; Ausgewählte Werke in 4 Bde.n, hg. v. A. Schlossar 1904; Ausgewählte Werke in 3 Bde.n, hg. v. O. Rommel 1908–11.
Lit: E. Mrázek-Schwab in J. Stummvoll (Hg.), Gesch. der Österr. Nationalbibliothek 1 (1968) [m. Abb.]; NDB 7 (1966) [Halm]; DBE 4 (1996); Czeike 3 (1994) [Halm]; Ch. Münster, M. (Friedrich Halm) als Intendant des Wr. Burgtheaters, Diss. Wien 1943; ADB 22 (1885); Wurzbach 19 (1868); ÖL 1995 [Halm]; K. Nahlik, Friedrich Halm und das Burgtheater, Diss. Wien 1949; www.recmusic.org/lieder (3/2004). – Teilnachlass ÖNB.
MK