Meyer, Stefan
* 27.4.1872 Wien, † 29.12.1949 Bad Ischl/OÖ. Physiker.

Sein Vater Gotthelf Karl M., Jurist und Notar, war Mitglied des Direktoriums der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und Gründungsmitglied der Wiener Brahms-Gesellschaft. Nach dem Studium von Physik, Mathematik und Chemie in Wien (1896 Dr. phil.) und Leipzig/D habilitierte er sich 1900 an der Univ. Wien. 1906 wurde er Vorstand des Instistituts für theoretische Physik, 1910 Sekretär, 1937 Präsident der Internationalen Radium-Standard-Kommission. Neben seinen Forschungen zur Radioaktivität am Wiener Institut für Radiumforschung, dessen Leitung er 1920–38 und 1946–47 innehatte, beschäftigte sich M. mit Akustik und Instrumentenkunde und unterrichtete als Dozent am Konservatorium der GdM (1902–11).

P: Ignaz L. Lieben-Preis 1913; k. M. (1921), w. M. (1932) der Österr. Akademie der Wissenschaften.

Schr: gem. mit A. Wunderer: Grundlagen der Instrumentenkunde für Musikanten und Dilettanten 1950.

Lit: ÖBL 6 (1975); K. Przibram in Almanach der ÖAW 1950; W. Reiter in Die wissenschaftliche Welt von gestern 2004.

StSchm