Die Tochter des Kapellmeisters Balthasar Buchwieser soll bereits in ganz jungen Jahren am Theater in Frankfurt a. M./D im Unterbrochenen Opferfest von P. v. Winter debütiert haben, nachweisbar in der Saison 1803/04. Ihr Wiener Debüt gab sie 1806 am Wiener Kärntnertortheater im Singspiel Helene von G. F. Treitschke. 1809–15 Hofschauspielerin, war sie v. a. am Theater an der Wien als 1. Liebhaberin und in Anstandsrollen auf, 1814 sang L. bei der Wiener EA von G. Meyerbeers Die beiden Kalifen die Partie der Irene. Nach ihrer zweiten Verehelichung mit Miklós (Niklas, Nikolaus) L., einem Güterverwalter des Grafen Anton von Pálffy, im Jahr 1817 zog sie sich von der Bühne zurück und trat nur mehr gelegentlich in Konzerten auf. Fr. Schubert, der L. vermutlich über J. M. Vogl kennen gelernt hatte und in ihrem Salon u. a. mit J. N. Hummel und F. Hiller zusammentraf, widmete der begabten Sängerin und Schauspielerin (die v. a. in Opern von W. A. Mozart brillierte), die Lieder op. 36 (Der zürnenden Diva D 707 und Nachtstück D 672) sowie das Divertissement à l’hongroise D 818 (op. 54).
Lit: ÖBL 5 (1972); K-R 1997 u. 2000 [Buchwieser]; SchubertL 1997; Deutsch, Schubert Dokumente 1980; Deutsch, Schubert Erinnerungen 1957; W. Dürr/A. Krause, Schubert Hb. 1997; W. Bodendorf, Franz Schuberts Frauenbild 1996, 87; M. Domokos in Schubert durch die Brille 11 (Juni 1993).
ChF