Kumenecker, Joseph
* 24.10.1830 Wien, † ?. Komponist und Chordirektor.

Sohn des angesehenen Schullehrers und Regens chori in Alt-Lerchenfeld, Dominik K. (1778–1857), erhielt von dessen Gehilfen Musikunterricht (Gesang, Violine, Klavier, Orgel). Seine Studien wurden durch die Revolution 1848 unterbrochen (Militärdienst und Krankheit). 1850 wurde er von Joseph Schlesinger im Generalbass unterwiesen. 1853 trat er (zunächst unbezahlt) die Nachfolge seines Vaters in Alt-Lerchenfeld an und gab nebenbei Unterricht. Im November 1855 wurde er Chordirektor an dieser Pfarre. K. gründete eine Singakademie, deren Leitung F. Stegmayer innehatte, und rief eine MSch. ins Leben. Mit seinem 1860 gegründeten Kirchenmusikverein führte er neben eigenen Werken u. a. A. Caldara, E. d’Astorga, J. Haydn, W. A. Mozart, Fr. Schubert und L. Cherubini auf. Weiters war er Chorleiter verschiedener Männergesang- Vereine.

W: Messen, Gradualien, Offertorien, Magnificat, Tantum ergo, Pange lingua, Veni sancte, Salve Regina; Kantate; Männerchöre, Frauenchor Frühlings-Einzug; Lieder.

Lit: Wurzbach 13 (1865) [mit WV].

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