Wuchs in Linz auf, besuchte die MSch. von A. Göllerich jun., war 1912–14 zunächst außerordentliche Hörerin, 1923–27 Schülerin an der Wiener MAkad. (Komposition bei Fr. Schmidt, Dirigieren bei E. v. Mandyczewski, R. Heger und A. Wunderer). Mit einer selbst gegründeten Damenkapelle reiste sie Mitte der 1920er Jahre von Norddeutschland über Südeuropa bis Nordafrika, von Frankreich bis zum Schwarzen Meer (auch mit eigenen Werken, damals zum Genre Unterhaltungsmusik). Später entstanden volkstümliche, auch nationalsozialistisch geprägte Kompositionen (u. a. zum 50. Geburtstage Adolf Hitlers). 1943–45 unterrichtete sie Musiktheorie an der Wiener Univ., war dann in Linz ausschließlich als Komponistin tätig. Sie beschrieb ihren an A. Bruckner und Fr. Schmidt orientierten Stil selbst als „neo-klassizistisch“ und hinterließ ein umfangreiches Œuvre (Nachlass in der Musiksammlung der ÖNB).
P: Kompositionspreis der Stadt Linz 1942; Prof. h. c. 1960.
W: über 280 Werke: Bühnenwerke (Oper, Melodram); Chöre (a cappella, mit Orch., mit Kl.); Lieder mit versch. Begleitungen; Vokalkammermusik; Orchesterwerke mit und ohne Soloinstrument; Kammermusik; Klavierstücke.
Lit: Marx/Haas 2001 [mit WV]; MaÖ 1997; NGroveD 13 (2001); M. Engelhardt-Krajanek in Cl. Mayer (Hg.), Annäherung VII – an sieben Komponistinnen 1996; S. Wiesmann in ÖMZ 46 (1991); J. Unfried in Linzer Volksblatt Nr. 273 (1948) u. Nr. 89 (1964); MGÖ 3 (1995).
UH