Ippisch, Franz
* 18.7.1883 Wien, † 20.2.1958 Guatemala City. Cellist und Komponist.

Studierte 1898–1904 am Wiener Konservatorium (Violoncello bei Reinhold Hummer, Klavier bei Jos. Hoffmann, Komposition bei H. Grädener), dann Privatschüler von Fr. Schmidt, 1903–33 Solocellist an der Volksoper Wien; Mitbegründer des Wiener Sedlak-Winter-Quartetts, 1934–38 Militärkapellmeister in Salzburg; emigrierte 1939 nach Guatemala (Exil), wo er Generaldirektor der Militärkapellen sowie Orchesterleiter und Theorieprof. am Nationalkonservatorium war, 1955 pensioniert; spielte eine bedeutende Rolle für das Musikleben in Guatemala.

P: Prof.-Titel 1933.

W: Sinfonien (Sinfonia Guatemalteca), Konzerte, Ouvertüren, Suite, Bearbeitungen für Blasorch. (u. a. von A. Bruckner und R. Strauss), Kammermusik, Chöre, Lieder, Kirchenmusik (Deutsche Messe, Te Deum).

Lit: MGG 6 (1957); Riemann 1959 u. 1972.

BB