Theaterkritiker beim Neuen Wiener Journal; arbeitete als Operettenlibrettist mit J. Brammer und später mit F. Löhner-Beda zusammen; schrieb Texte für P. Abraham, L. Ascher, E. Eysler, L. Fall, E. Kálmán, F. Lehár, R. Stolz und O. Straus; 1938 verhaftet; konnte nach seiner Entlassung zuerst nach Paris fliehen, über Marokko und Lissabon dann nach New York (Exil). Sein Sohn Henry Grunwald war 1988–90 amerikanischer Botschafter in Wien.
G: Gedenktafel (Wien IX., Kolingasse 4); A.-G.-Park (Wien VI., Linke Wienzeile/Laimgrubengasse).
W: Operettenlibretti für P. Abraham (Viktoria und ihr Husar); L. Ascher (Vindobona, du herrliche Stadt; Hoheit tanzt Walzer); E. Eysler (Die gold’ne Meisterin; Der lachende Ehemann); L. Fall (Die Rose von Stambul; Die Kaiserin); E. Kálmán (Gräfin Mariza, Zirkusprinzessin, Arizona Lady); F. Lehár (Die ideale Gattin); R. Stolz (Die Lustigen Weiber von Wien; Wiener Gemütlichkeit oder das Sperrsechserl) und O. Straus (Die tanzende Wienerin); Liedtexte (Das Lercherl von Hernals; A klane Drahrerin); Lustspiele (Frau Dodo 1932; Eine Frau, die weiß, was sie will 1933).
Lit: Kosch 1953; Czeike 2 (1993); Orpheus im Exil 1995; H. Grunwald et al., Ein Walzer muß es sein 1991; Die Presse 29./30.8.1987.
BB