Gillesberger, Hans
* 29.11.1909 Ebensee/OÖ, † 5.3.1986 Wien. Kapellmeister.

1942–45 Domsängerknabe in Salzburg, Musikunterricht bei J. Messner. Ausbildung an der MAkad. in Wien bei J. Lechthaler, F. Großmann und Karl Walter (1940 Lehramtsprüfung für Musik). Jusstudium in Innsbruck und Wien (1946 Promotion). Chorleiter in Innsbruck, ab 1935 Regens chori der Piaristenkirche in Wien. 1942–45 Chorleiter der Wiener Sängerknaben, 1945–53 Chordirektor der Wiener Staatsoper. 1947–80 Prof. an der Wiener MHsch. (Abteilung für Kirchenmusik), ab 1965 künstlerischer Leiter der Wiener Sängerknaben. 1953–68 leitete er die Wiener Singakademie, die er auf internationales Niveau brachte, ebenso den Wiener Kammerchor. Ab 1964 Dirigent, ab 1971 künstlerischer Leiter der Hofmusikkapelle. Chordirektor der Bachgemeinde. Einer der bedeutendsten Chorleiter der Nachkriegszeit, der in seiner pädagogischen Tätigkeit mehrere Generationen österreichischer Musiker und Musikerzieher ausbildete und prägte.

P: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1957; a.o. Prof. 1961, o. Prof. 1968; Ehrenmitglied der AGMÖ 1979; Großes Ehrenzeichen der Republik Österreich 1980.

Lit: ÖL 1995; Czeike 2 (1993); Ackerl/Weißensteiner 1992; Personenlex. Öst. 2001; MGÖ 3 (1995); ÖMZ 24 (1969), 722; H. Krones in ÖMZ 41 (1986,) 257; [Kat.] Musica imperialis 1998.

AH