Fassbaender, Brigitte
* 3.7.1939 Berlin. Sängerin (Mezzosopran), Pädagogin und Intendantin.

Tochter des Baritons Willi Domgraf-F. (1897–1978) und der Schauspielerin Sabine Peters (1913–82), wurde 1957–61 vom Vater am Konservatorium in Nürnberg/D ausgebildet und war 1961–95 Mitglied der Bayerischen Staatsoper in München. Sie gastierte daneben weltweit mit allen großen Partien eines weitgespannten Repertoires (von der Dorabella in Così fan tutte, der Charlotte im Werther, dem Octavian im Rosenkavalier, der Eboli im Don Carlos bis zur Fricka im Ring und der Klytämnestra in der Elektra), so auch an der Wiener Staatsoper (u. a. 1976 in der UA von G. v. Einems Kabale und Liebe) und bei den Salzburger Festspielen (seit 1972). Auch als international tätige Konzert- und besonders Liedsängerin war sie erfolgreich, ebenso als Prof. an der Münchner MHsch. und bei zahlreichen Meisterklassen. Ende der 1980er Jahre kam die Opernregie dazu; 1995–97 war sie dann Operndirektorin in Braunschweig/D, seit 1999 ist sie (2001) Intendantin des Tiroler Landestheaters in Innsbruck.

P: Kammersängerin; Wolfgang Amadeus Mozart Preis der Goethe-Stiftung Basel 2004.

Lit: W. E v. Lewinski, B. F. 1999; MGG 6 (2001); NGroveD 8 (2001); K-R 1997, 2000, 2002.

UH