Nach dem Studium in Olmütz (Olomouc/CZ) und Wien (1850 Dr. iur.) begann er eine Beamtenlaufbahn, war (als E. Sch.) 1860–69 Generalsekretär der Wiener Börsekammer, wurde 1869 Sektionsrat, 1872 Ministerialrat im Finanzministerium. 1857–67 Direktionsmitglied (ab 1858 Kanzleidirektor) der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, wurde er auch in deren Finanzkomitee zur Errichtung des neuen Musikvereinsgebäudes berufen. Unter seinem Pseud. war er als Komponist (Autodidakt und später von A. M. Storch ausgebildet) bekannt, dessen stilistisch der Romantik zuzuordnende Werke – in erster Linie leicht auszuführende Vokalmusik, z. T. auf eigene Texte – besonders häufig vom Wiener Männergesang-Verein und vom Wiener Akademischen Gesangverein aufgeführt wurden. Er gilt u. a. als Schöpfer der Gattung Chor-Tanzlieder und war mit E. Hanslick befreundet, als dessen Vertreter er 1850–52 Musikkritiken in der Wiener Zeitung verfasste.
P: Ritter des Franz Joseph-Ordens 1867; Ehrenbürger Engelsberg 1872; Ritter des Leopold-Ordens 1874; Ehrenmitglied von 23 Gesangsvereinen.
G: Ehrengrab Grinzinger Friedhof (Wien XIX); Denkmäler in Engelsberg 1881, Troppau (Opava/CZ) 1897.
W: Instrumentalwerke (darunter 7 Streichquartette); Kirchenmusik (Messe; Te Deum); 169 Männerchöre (Narrenquadrille; Deutsches Freiheitslied; Meine Muttersprache – s. Abb.) und 42 weitere Chorwerke (Singspiele Die beiden Sesselträger; Der Landtag von Wolkenkuckucksheim, T: E.); 10 Liedsammlungen und 31 Einzellieder.
Schr: Die Wiener Börseordnung 1860; Das allgemeine deutsche Handelsgesetzbuch und die Wiener Börse 1864; Die Liquidation an der Wiener Börse 1869.
Lit: LdM 2000; ÖBL 11 (1999, Schön); H. Partisch, Österreicher aus sudetendeutschem Stamme 1964; Czeike 2 (1993); Riemann 1959; R. v. Perger/R. Hirschfeld, Gesch. der k. k. Ges. der Musikfreunde in Wien 1912.
UH