Dont, Jakob
* 2.3.1815 Wien, † 17.11.1888 Wien. Geiger, Pädagoge und Komponist.

Sohn des Cellisten der Wiener HMK Johann Valentin D. (1776–1833), Schüler von Joseph Böhm und G. Hellmesberger d. Ä. am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. 1831 wurde D. Mitglied des Wiener Hofburgtheaterorchesters, 1834 der Hofmusikkapelle, zu deren Vizedirektor er 1856 ernannt wurde. D. unterrichtete an der Lehrerbildungsanstalt St. Anna. Da ihm die Verwendung seiner eigenen Unterrichtswerke verboten wurde, war er nur 1871/72 Prof. am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde. Seine Bedeutung als Pädagoge und Verfasser von Studienwerken war allgemein anerkannt und wurde besonders auch von L. Spohr gewürdigt. Zu seinen Schülern zählte u. a. L. Auer.

W: Violinkonzerte; Kammermusik; Violin-Etüden (z. T. gesammelt als Gradus ad Parnassum erschienen); Lieder; Übungen für V.

Lit: MGG 5 (2001); Czeike 2 (1993); Riemann 1959.

UH