Nach einer Ausbildung durch seinen Vater und P. Rode kam B. ca. 1813 nach Wien, wo er 1816 in einem aufsehenerregenden Konzert im Burgtheater seinen künstlerischen Durchbruch erlebte. 1819–48 Lehrer am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde, 1821–76 Mitglied der Wiener Hofmusikkapelle. Mit seinem Streichquartett verhalf er zahlreichen Werken von L. v. Beethoven und Fr. Schubert zum Durchbruch. Als Lehrer von J. Joachim, J. Dont, G. und J. Hellmesberger und Jacob Grün J. M. Grün (dem Lehrer von Fr. Kreisler und C. Flesch) wurde er zum Begründer der Wiener Geigerschule.
W: Konzerte, Kammermusik für Streicher, Etüden.
Lit: MGG 3 (2000); NGroveD 3 (2001); ÖL 1995; ÖBL 1 (1957); Czeike 1 (1992).
ETH