Dallinger, Brüder
Fridolin: * 16.2.1933 Eferding/OÖ. Komponist und Musiklehrer.

Ausbildung an der MSch. Linz (R. Schollum), am Bruckner-Konservatorium und an den MHsch.n Wien und Salzburg. Unterrichtete an verschiedenen Gymnasien Musik, 1975–93 an der Pädagogischen Akademie in Linz. Leiter der Landesgruppe Oberösterreich des Österreichischen Komponistenbundes. D. orientiert sich in seinen Werken nach seinen Lehrern und Vorbildern J. N. David und H. Eder; nach einer kurzen experimentellen und dodekaphonischen Phase kehrte er wieder zur Tonalität zurück.

P: Österreichischer Staatspreis für Musik 1965; Theodor Körner-Preis 1966; Kulturpreis des Landes Oberösterreich 1968; oberösterreichischer Kulturpreis 1981; Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 1993.

W: Symphonien; Konzerte; Die Goldenen Zwanziger (Musical); Oratorien (Die Donau); Kantaten (Des Krieges Ruhm, Lob einer alten Stadt, Nun höret all von unserm Heil u. a.); Messen, verschiedene Kirchenmusikkompositionen; Lieder; Chorwerke; Kammermusik.

Gerhard: * 30.3.1940 Eferding/OÖ. Komponist und Dirigent. Ausbildung an der Wiener MHsch. (K. Schiske, H. Swarowsky) und in diversen Meisterkursen (u. a. Darmstadt bei Karlheinz Stockhausen). 1966–73 Lehrtätigkeit am Kärntner Landeskonservatorium, ab 1973 Chordirektor in verschiedenen Opernhäusern (Istanbul, Metz/F, Straßburg/F), 1977–88 Direktor des Vorarlberger Landeskonservatoriums. Ab 1982 Leiter des Chores Hortus musicus in Feldkirch/V. Zunächst der Webern-Nachfolge verpflichtet, trat in den späteren 1970er Jahren die musikantische Komponente immer stärker in den Vordergrund seiner Kompositionen.

P: Förderungspreis des Landes Kärnten 1973; Prof.-Titel 1995; Ferdinand-Grossmann-Preis 1996; zahlreiche Chor-Preise.

W: Die sieben Raben (Kinderoper), Lieder, Chorwerke, Kirchenmusik, Kammermusikwerke.

Lit: MaÖ 1997; Goertz 1994.

ETH