Unterricht bei ihrer Mutter Barbara (geb. Traeg), einer berühmten Physharmonikaspielerin, bei Joachim Hoffmann, K. Cibbini und H. Payer. L. v. Beethoven, der im Hause verkehrte, empfahl für den weiteren Unterricht J. Czerny; mit finanzieller Unterstützung durch Fürst Liechtenstein weiteres Studium bei F. Kalkbrenner, I. Moscheles und S. Sechter (Musiktheorie); Generalbass-Unterricht bei H. E. v. Lannoy. 1825/26 Deutschland-Tournee; R. Schumann schätzte sie v. a. als Komponistin. 1828 trat B. in einem Konzert von N. Paganini in Wien auf, viele Konzertreisen (gemeinsam mit ihrem Vater in Böhmen, Deutschland, Frankreich, Holland und England), lebte seit ungefähr 1833 in Boulogne-sur-Mer, wo sie sich vorwiegend dem Unterricht widmete. B. gab in ihrem Haus Soiréen, die u. a. von G. Meyerbeer und Rich. Wagner besucht wurden.
W: Klaviermusik; Kammermusik; Oper Die Räuber und der Sänger; Lieder; geistliche Werke.
Lit: Marx/Haas 2001; MGG 3 (2000); NGroveD 3 (2001); Erhart 1998; ÖBL 1 (1957); Czeike 1 (1992); SchubertL 1997; Wurzbach 1 (1856); E. Rösl, L. B. 1992; C. M. Gruber, Nicht nur Mozarts Rivalinnen 1990; R. Wagner in Frauenblatt 17.11.1990.
BB