Wurde schon in seiner Kindheit musikalisch ausgebildet (mehrere Instrumente und Gesang), war als Komponist aber Autodidakt. Ab 1797 war er als Wirtshausmusiker, Klavierstimmer und Schullehrer (bis 1816) tätig, 1806 wurde er Kapellmeister im Meidlinger Sommertheater, musizierte auch im Wiener Redoutensaal und im Theater an der Wien. 1816 zog er nach Wien und machte sich v. a. als Komponist und Klavierlehrer einen Namen (Schülerinnen u. a. M. L. Blahetka, J. Keil), unternahm 1818 eine Tournee durch Norddeutschland und spielte 1821 als erster öffentlich auf der Physharmonika. 1824 wurde er Kapellmeister in Amsterdam, 1825–32 wirkte er als Klavier- und Gesanglehrer sowie als Operndirigent in Paris. 1832 kehrte P. nach Wien zurück, dirigierte kurzzeitig im Theater in der Josefstadt, bevor er sich ins Privatleben zurückzog. Seine über 150 gedruckten, z. T. zum Genre Salonmusik zählenden Werke gerieten bald in Vergessenheit, als Pianist wurde er den Großen seiner Zeit (J. N. Hummel, F. Kalkbrenner, I. Moscheles, F. Ries) gleichgestellt.
W: 6 Messen und andere kirchenmusikalische Werke; 13 Bühnenwerke (Operetten, Singspiele); Ouvertüren; Konzerte; Märsche, Walzer; Kammer- und Klaviermusik.
Lit: DBEM 1 (2003); Kosch 3 (1992); ÖBL 7 (1978); Stieger II/3 (1978); E. Hanslick, Gesch. des Concertwesens in Wien 1869; MGÖ 2 (1995).
UH