Verheiratet mit Maria Minetti, Chorsängerin der Wiener Hofoper. B. studierte 1851–57 am Wiener Konservatorium bei Joseph Böhm; 1866–69 Kapellmeister am Pariser Théâtre-lyrique, 1869–99 Mitglied der Wiener Philharmoniker (Solobratschist), 1869–94 Prof. am Wiener Konservatorium, Bratschist im Hellmesberger- und im Rosé-Quartett.
W: Violinstücke; Kammermusik; Lieder; Operetten (Des Herdes und der Liebe Flammen, Mahomeds Paradies, Fuchsmajor); Opern (Muzzedin, Heini v. Steier); Ballett (Sakuntala).
Schr: Aus verklungenen Zeiten 1914; Beiträge in der NFP.
Seine Kinder Cäcilie Wagner-B. (1878–nach 1940, Koloratursängerin an der Kölner Oper), Susanne Pfann-B. (1886–1969, Koloratursängerin an der Komischen Oper Berlin und am Wiener Johann-Strauß-Theater) und Margarethe Martonne-B. (1889–?, Harfenistin) waren ebenso musikalisch tätig.
Albert: * 3.8.1874 Wien, † 11.8.1924 Altaussee/St. Geiger. Studium am Wiener Konservatorium, seit 1890 im Hofopernorchester, 1890–1923 Mitglied der Wiener Philharmoniker, Mitglied des Rosé-Quartetts, gründete 1896 mit den Brüdern Johann, Joseph und Franz Klein ein eigenes Quartett. Dessen Sohn
Albert: * 29.11.1899 Wien, † 10.12.1961 Wien. Komponist von U-Musik. Studium bei J. Marx, Kapellmeister-Prüfung.
W: Tanzmusik und Wienerlieder (u. a. Frauen aus Wien, Küß deiner Frau doch mal die Hand, Scheint der Mond auf Hernals).
Lit: MGG 1 (1999); Riemann 1959; Czeike 1 (1992); R. Hirschfeld, Geschichte der k. k. Gesellschaft der Musikfreunde 1912; Kosel 1902; Lang 1986.
BB