Schüler von St. Koch sen., erhielt 1820 als Geselle ein Drechslergewerbe und leistete den Bürgereid. 1821 bekam er ein Handelsprivileg, ab 1847 scheint sein Sohn im Firmennamen auf, obwohl erst 1852 ein entsprechender Gesellschaftsvertrag geschlossen wurde. Neben Z.s Flöten waren v. a. die von ihm gefertigten Klarinetten gefragt, von denen er 1837 sechs (neben zwei Fagotten) für die Wiener Hofmusikkapelle fertigte. 1845 lieferte die Firma die Blasinstrumente für insgesamt 30 Militärmusikkapellen der kaiserlichen Armee.
W: mehrere Fl.n in der Slg. Alter Musikinstrumente im KHM Wien.
Sein Sohn Johann Baptist (jun.): 19.4.1823 Wien, † 10.1.1878 Wien. Holzblasinstrumentenmacher. Wurde 1846 Wiener Bürger und erhielt als Geselle ein Drechslergewerbe. Ab 1852 Teilhaber der väterlichen Firma, ab 1858 Inhaber. Sein Betrieb ging später an I. Lutz (II) über.
P: Goldmedaille bei der Pariser Weltausstellung 1867.
W: je eine Querfl. u. Ob. in der Slg. Alter Musikinstrumente im KHM Wien.
Lit: NGroveD 27 (2001); Hopfner 1999; Ottner 1977; Wurzbach 60 (1891); MGÖ 3 (1995).
ChF