Studierte ab 1920 Musikwissenschaft an der Univ. Wien und besuchte gleichzeitig einen Kapellmeisterkurs bei A. Webern im Rahmen von A. Schönbergs Seminar für Komposition; ca. 1921–25 Theorie- und Kompositionsunterricht bei Webern. 1925–31 Kapellmeister in Iglau (Jihlava/CZ), Znaim (Znojmo/CZ) und Meissen/D; ab 1930 neuerliches Studium bei Webern sowie 1932/33 Dirigierkurse bei Hermann Scherchen in Wien und vermutlich Straßburg (Strasbourg/F). 1933–38 Sekretär der österreichischen Sektion der IGNM. Er war als Privatmusiklehrer tätig und unterrichtete am Arbeiterkonservatorium (1934 aufgelöst). 1938–48 war er Kapellmeister am Theater in der Josefstadt, daneben auch Bühnenmusiker in den Kammerspielen.
P: E.-Hertzka-Preis 1933 f. die Klaviersonate op. 1.
W: 2 Klaviersonaten, Streichquartett, Lieder, Chöre, Bühnenmusiken (zu Bertolt Brechts Der gute Mensch von Sezuan, österr. EA 1946; Märchenlustspiel Kasperl Larifari nach Franz v. Bocci, 1948); Kl.A. der Kantate Das Augenlicht v. Webern; unvollendet: Trio f. Klar., Va. u. Kl., Orchesterstück, Messe. – Paul-Sacher-Stiftung Basel/CH.
Lit: E. Barta in D. Schweiger et al. (Hg.), [Fs.] M. Angerer 2004; H. u. R. Moldenhauer, Anton v. Webern 1980; Mitt. der Paul-Sacherstiftung April 1998, Nr. 11, 4; A. v. Webern, Über musikalische Formen, hg. v. N. Boynton 2002 [Vortragsmitschrift u. a. v. L. Z.].
BB