Sohn des Agramer Domorganisten Zacharias Z. (* ?, † 6.2.1875 Agram), von dem er Musikunterricht (Violoncello, Orgel, Oboe) erhielt. Mit 15 Jahren wurde er Organist an der Katharinenkirche in Agram. Nach einer Beamtentätigkeit ging er 1849 nach Wien, wo er als Musiklehrer und Musikreferent der von Ignaz Kuranda herausgegebenen Ostdeutschen Post arbeitete. 1855–68 war er Redakteur der von ihm gegründeten Blätter für Musik, Theater und Kunst (Musikzeitschriften). Er veranstaltete 1859–69 in Wien Historische Konzerte mit alter Musik (Aufführungspraxis, Historismus). In diesen trat er als Harmoniumvirtuose (Physharmonika) auf. 1868–72 war Z. (als Nachfolger von S. Sechter) Harmonielehrer am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien , deren Generalsekretär er bis zu seinem Tod war. 1884 setzte er sich für die Einführung der Normalstimmung (Stimmton) in Österreich ein.
P: Ehrenmitglied der GdM 1892.
W: Messen, Oratorien, Chöre; Märsche, Klavier- u. Cellostücke, Werke u. Bearbeitungen f. Harmonium. – Die Kunst des Harmoniumspiels 1869.
Schr: Vorträge über Akustik 1892; Vorträge über Orgelbau 1893.
Sein Sohn Alexander: * 15.12.1861 Wien, † 12.2.1940 Wien. Militärkapellmeister. Wurde am Konservatorium der GdM ausgebildet. Er war zunächst Mitglied des Hofopernorchesters und wurde 1884 Kapellmeister in Prag. Nach Reisen durch Europa mit einem eigenen Orchester übernahm er 1886 die Leitung des IR.s Nr. 38 in Sarajevo. Teilnahme am Ersten Weltkrieg als Militärkapellmeister. Er dirigierte auch an Wiener Bühnen.
P: mehrere in- u. ausländische Orden; päpstliches Ehrenkreuz „pro ecclesia et pontifice“.
W: Märsche (Oberst Gaál-Marsch).
Lit: Wurzbach 59 (1890); Riemann 1975; E. Hanslick, Gesch. des Concertwesens in Wien 1 (1869); R. v. Perger/R. Hirschfeld, Gesch. der k. k. Ges. der Musikfreunde in Wien 1912; F-A 1936; MGÖ 3 (1995); Suppan 1994 [A. Z.]; F. Planer (Hg.), Das Jb. der Wr. Ges. 1929 [A. Z.]; J. Damański (Hg.), Die Militär-Kapellmeister Oesterreich-Ungarn’s 1904 [A. Z.].
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