War ab 1864 Sängerknabe in den Stiften Admont und Seitenstetten, ab 1870 besuchte er das Staatsgymnasium in Graz. 1873 Lehrbefähigungsprüfung in Klagenfurt, anschließend acht Jahre Unterlehrer in Vordernberg. Hier begann Z. mit seinen volksmusikalischen Forschungen und sammelte Volkslieder sowie Jodler. Ab 1882 wirkte er als Lehrer in Graz und war Hörer von F. v. Hausegger an der Univ. sowie 1882–85 Kompositionsschüler von W. Mayer. 1889–91 vom Schuldienst beurlaubt, betrieb Z. weitere musikalische Studien bei Carl Heinrich Reinecke und Salomon Jadassohn in Leipzig/D. 1888–1905 fungierte er als Chormeister der Grazer Akademischen Sängerschaft Gothia und 1894–99 des Grazer Singvereins. 1915 erfolgte seine Pensionierung als Volksschuloberlehrer (seit 1898). Im Rahmen seiner Volksliedforschungen stand er mit Viktor v. Geramb, J. Pommer, S. Rosegger und W. Kienzl in Kontakt.
Seine Enkelin Helga Z. (verh. Kriener; * 20.5.1930 Graz) legte die Staatsprüfungen für Klavier (1954) und Blockflöte (1963) ab und ist (2006) als Musiklehrerin in Düren/D tätig.
G: V.-Z.-Straße (Vordernberg); V.-Z.-Weg (Graz); Denkmal in Vordernberg; V.-Z.-Medaille f. Verdienste um Kunst u. Lied (1962 vom Steirischen Sängerbund gestiftet).
W: Oper Agrippina 1892, Musik zum Volksstück Der steirische Hammerherr [T: Josef Papesch] 1921; Orchestermusik (Suite, Konzertouvertüre), Streichquartett, Klaviermusik; Männerchöre, Lieder, Volksliedbearbeitungen, Liederbücher; Hg. v. Volkslied- u. Volkstanzslg.en.
Schr: Aufsätze in Tagesztg.en u. Fachzss.
Lit: L. Persche, „Tafelklassler, Volksliedfahrten u. göttliche Musen“, V. Z. (1854–1939). Leben u. Werk, Dipl.arb. Graz 2004; MGG 14 (1968); Riemann 1961 u. 1975; StMl 1962–66; R. Fischer (Hg.), Dt. Chormeisterbuch 1925; F. J. Ewens, Lex. des dt. Chorwesens 1954; F-A 1936 u. 2 (1978).
ChF