Besuchte die Lehrerbildungsanstalt und studierte 1935–39 an der Wiener MAkad. sowie Musikwissenschaft an der Univ. Wien (Dr. 1987). Während der nationalsozialistischen Herrschaft war er in der Österreichischen Freiheitsbewegung (ÖFB) aktiv und schrieb 1939 auch deren Hymne (Lied von der Gerechtigkeit). 1940–45 Dienst in der Deutschen Wehrmacht an der Ostfront, 1945–47 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. 1948–61 Musiklehrer an einem Wiener Gymnasium, 1961–72 Fachinspektor für Musikerziehung im Stadtschulrat für Wien. W. lehrte 1961–80 an der Wiener MAkad./MHsch. (1976 o. Prof.). 1938–86 war er nebenberuflich als Kirchenmusiker tätig. 1974–80 Präsident des Österreichischen Volksliedwerkes und Mitglied des Niederösterreichischen Kultursenats. 1989–92 Stellvertretender Präsident der Johann-Strauß-Gesellschaft. Er verfasste zahlreiche musikpädagogische Arbeiten und beschäftigte sich intensiv mit Joh. Strauß (Sohn).
P: Ehrenzeichen f. Verdienste um die Befreiung Österreichs 1985; Offizierskreuz des Polnischen Verdienstordens 1994.
Schr: Chefredakteur der Zs. ME 1961–80 u. Redakteur der Zs. Österr. Orgelforum 1983–86; Johann Strauß. Höhen u. Tiefen der Meisterjahre 1884–1894, Diss. Wien 1987; Ausgewählte Schriften 1954–1991, 1991; Schulliederbücher; Lehrbücher f. Musikerziehung; methodisch-didaktische Beiträge; Einführungen f. Konzerte u. Rundfunksendungen; Beiträge zur Musik in der NS-Zeit (u. a. Zw. Anpassung u. Widerstand. Österr. Musiker während der NS-Okkupation in Österr. Musiker im Exil 1990).
Lit: W. Pass (Hg.), [Fs.] E. W. 1996; ME 57/2 (2003); Who is who in Öst. 1987/88 u. 1997; Riemann 1975; F-A 2 (1978); E. Möller, Die Musiklehranstalten der Stadt Wien u. ihre Vorläufer in der 1. Hälfte des 20. Jh.s, Diss. Wien 1994; Mitt. Archiv MUniv. Wien.
BB/KSch