Er soll bereits als 14-jähriger auf der Violine konzertiert haben und war Schüler von G. Hellmesberger und J. Dont. Häufig wirkte er bei musikalischen Aufführungen in Wiener Kirchen mit. 15 Jahre wirkte er als Prof. an der königlichen Univ. in Rom. Vermutlich war er später Klavierlehrer in Wien. In einer 1898 erschienenen Broschüre Die bisherige und die vereinfachte Musiknotenschrift geht er von der Klaviatur aus (Notation): Hohle und ausgefüllte Notenzeichen geben nicht mehr die Notenwerte an, sondern bezeichnen die weißen und schwarzen Tasten des Klaviers, wobei die Notenhälse für erhöhte Töne nach rechts oben gerichtet sind, für erniedrigte Töne aber nach unten. Die Notenwerte werden nicht durch unterschiedliche Formen der Note dargestellt, vielmehr soll eine räumlich genaue Anordnung der Zeichen den Ablauf anschaulich machen: Dünne senkrechte Striche gliedern die Takte in Zählzeiten, Taktstriche werden fett gedruckt. Durch den Wegfall von Fähnchen, Balken und Vorzeichen wird die Schrift tatsächlich entlastet, als reine Griffschrift lässt sie jedoch auch keine musikalischen Zusammenhänge mehr erkennen. Für die Publikation von Musikalien in seiner Notenschrift gründete er den Internationalen Verlag. Einen scharfen Kritiker fand er in R. Hirschfeld.
Schr: Die Musikstenographie 1892; Die bisherige und die vereinfachte Musiknotenschrift 1898; Primavista-Schrift 1903; Ein neues Musiklehrsystem [o. J.]; Ein neues Sprachlehrsystem [o. J.].
Lit.: Eisenberg 1893; J. Wolf, Hb. der Notationskunde 2 (1919), 338, 349f u. 446; G. Read, Source Book of Proposed Music Notations Reforms 1987, 205; K. Schnürl inW. Jauk et al. (Hg.), [Fs.] Rudolf Flotzinger 1999; WStLA (Lehmann-Adressbücher).
KSch/ChF