Als Gemeindebediensteter Ausbildung an der Wiener MSch. Kaiser, war Leiter des Heiteren Wiener Mandl-Quartetts und (als hauptberuflicher Amtsrat) ab 1947 ca. 20 Jahre der Werkskapelle der Wiener Elektrizitätswerke. Am 1.5.1948 wirkte V. auf dem Wiener Rathausplatz bei einem „Monsterkonzert der vereinigten städtischen Musikkapellen“ mit, bei denen u. a. auch G. Gaigg und O. Waček beteiligt waren. V. komponierte, schon im Alter von 16 Jahren beginnend und vielseitig begabt, über 250 Werke, v. a. für Blasorchester; ein großer Teil davon erschien im Musikverlag H. Kliment und wurde für Rundfunk und Schallplatte aufgezeichnet. – Nicht verwandt mit dem Komponisten Josef Vancura (ca. 1888–1960).
P: Bronzene Verdienstmedaille des Österr. Roten Kreuzes.
W: Ouvertüren (Waldkönigin; Manuela; Waldromantik; Euphonia; Silvana; Allotria); Polkas (Payerbacher Polka; Harmonika-Humoreske; Prater-Polka; Feuerwehr-Polka; Zizibe u. „Mir zwa“ f. 2 Klar.; Bass-Polka f. Tuba u. Orch.); Walzer Lorenzi; Charakterstück Gänsemarsch; Libertas-Marsch; Marsch-Fox Liebe, Luft u. Leben; Freudenauer Galopp; Zauberer-Galopp; Alt-Wienerisch f. Bläser; Kammermusik; Orgelmusik; Chormusik (u. a. Männerquartette); Konzert- u. Wienerlieder; Arrangements von Werken u. a. von Joh. Strauß Sohn (Im Krapfenwaldl; Perpetuum mobile), K. Komzák d. J. – WV in der Kommission f. Musikforschung der ÖAW.
Lit: Suppan 1994; Lang 1974 u. 1986; F-A 1978; Slg. Moißl; www.wien.gv.at/ma53/45jahre/1948/0448.htm (4/2006).
UH